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Teltow-Fläming Purple Schulz kommt nach Zossen
Lokales Teltow-Fläming Purple Schulz kommt nach Zossen
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10:03 04.05.2017
Im Zossener E-Werk begibt sich Purple Schulz Donnerstag mit den Gästen seines Konzertes auf die Suche nach dem „Sing des Lebens“. Quelle: Bettina Koch
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Zossen

„Sing des Lebens“ heißt das neue Programm von Purple Schulz (Sehnsucht, Verliebte Jungs, Kleine Seen). Am 5. Mai gastiert er unterstützt von Markus Wienstroer (Gitarre, Violine) ab 20 Uhr im „E-Werk“. Im MAZ-Interview beantwortet der 60-Jährige zehn Fragen, die mit Stichworten mit Z wie Zossen beginnen.

Zossen: Was zieht einen Kölner nun schon zum  zweiten Mal in die überschaubar große Stadt am Nottekanal?

Wie so oft, ist es nicht unbedingt die Stadt, die so anziehend wirkt, sondern das Konzept der Veranstalter. Und die leisten in Zossen einerseits eine hervorragende Kulturarbeit und andererseits eine wirklich tolle Jugendarbeit, indem sie benachteiligten Kindern und Jugendlichen Perspektiven, Chancen und vor allem ein funktionierendes soziales Umfeld bieten. Ich habe in meinem Programm den Titel „Ich hab Feuer gemacht“, und in diesem Song geht es genau darum: Visionen umzusetzen und an sich zu glauben.

„Meine Frau besitzt eine großartige Beobachtungsgabe“

Zufall: Welche Rolle spielte der beim Schreiben der Lieder für die CD „Der Sing des Lebens“?

Ich schreibe alle Texte mit meiner Frau, die eine großartige Beobachtungsgabe besitzt. Wir wählen die Themen unserer Songs nicht nach dem Zufallsprinzip aus, sondern haben einen Plan von dem, worüber wir schreiben wollen. Allerdings kann es passieren, dass ein aktuelles Ereignis uns eine Geschichte abverlangt, die so nicht geplant war. Beim neuen Album war das der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin, aus dem „Das ist die Zeit“ wurde.

Zwang: Wie groß war der Zeitdruck, unter dem das aktuelle Album entstand?

Ein Album zu produzieren ist nichts anderes als ein Haus zu bauen. Jeder ist von der Arbeit des Anderen abhängig. Zeitdruck entsteht durch die Deadline, die du mit dem Presswerk vereinbart hast. Die musst du einhalten, weil sonst dein Album vier Wochen später erscheint.

„Als Künstler muss man eine klare Haltung beziehen“

Zweifel: Wie oft fallen Songs der eigenen Gütekontrolle zum Opfer?

Jeder Text entsteht an unserem Küchentisch und ist das Ergebnis langer Gespräche und mitunter auch kontroverser Diskussionen bis zum frühen Morgen. Wenn wir nicht zu hundert Prozent hinter dem Ergebnis stehen, kommt der Song weder auf das Album noch auf die Bühne. 

Zögerlich: Worüber wollten Sie schon immer mal ein Lied schreiben, hast es dann aber doch nicht getan? Welche Themen sind tabu?

Es gibt keine Tabus für meine Frau und mich. Im Gegenteil: Wir widmen uns am liebsten den Themen, über die andere oft nicht einmal sprechen wollen. Das waren in der Vergangenheit Themen wie Demenz, Tod, psychische Erkrankungen, Flüchtlinge. Wir finden, dass man als Künstler auch eine klare Haltung beziehen muss zu dem, was in unserer Gesellschaft passiert.

„Der ideale Konzertgast hat sein Handy ausgeschaltet“

Zorn: Was macht Wut mit Ihnen?

Wut resultiert immer aus Ärger. Beide sind beim Songschreiben und auf der Bühne ganz schlechte Berater.

Zuschauer: Wie ist er so – der ideale Konzert-Gast?

Er hört zu, lässt sich in die Musik fallen, hat sein Handy ausgeschaltet.

„Die Stille ist das größte Kompliment“

Zuspruch:  Was ist schöner nach einem gefühlvoll vorgetragenen Lied? Spontaner  Applaus oder atemlose Stille vor dem Beifall? 

Die Stille ist das größte Kompliment, denn sie signalisiert mir, dass das Lied die Zuschauer ganz tief drinnen erreicht und bei ihnen etwas in Gang gesetzt hat.

Zeitlos: Welche Lieder darf man dem Purple-Schulz-Publikum einfach nicht vorenthalten?

Auch wenn meine Konzerte alles andere als 80er-Jahre-Parties sind, gehören dazu natürlich die Hits von damals. Tatsächlich ist es bei meiner aktuellen Tour erstmals so, dass ich alle Songs des neuen Albums ins Programm genommen habe.

„Die Zossener haben mit dem E-Werk einen Schatz“

Zukunftsmusik: Wünsche an das Zossener E-Werk-Publikum?

Ich wünsche mir, dass die Zossener begreifen, dass sie da einen Schatz haben, das Angebot des E-Werks nutzen. Der Kulturverein leistet eine tolle Arbeit und holt Leute in die Stadt, die von selber nicht den Weg dorthin finden würden.


Von Frank Pechhold

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