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Qualität des Schulessens auf dem Prüfstand

Jüterbog Qualität des Schulessens auf dem Prüfstand

Der Elternprotest vor wenigen Wochen zum Thema Schulessen hätte hitziger kaum sein können. Im jüngsten Sozialausschuss wurde der Weg gefunden, die Debatte auf sachlicher Ebene weiterzuführen.

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Das Interesse am Thema Schul- und Kita-Speisung war groß. Zahlreiche Eltern waren zum Sozialausschuss gekommen.

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. Miteinander zu sprechen anstatt Übereinander ist der beste Weg, um Konflikte, die manchmal vielleicht nur auf Missverständnissen beruhen, zu lösen. Auf diese Formel einigten sich die Mitglieder des Jüterboger Sozialausschusses, der in die Kritik geratene Caterer Willert und Clauert und die anwesenden Eltern am Dienstagabend am Ende der jüngsten Sitzung des Ausschusses. Ende März hatten die Stadtverordneten den zum Teil erbosten Eltern versprochen, die Einw

Kinder sind das höchste Gut

„Kinder sind unser höchstes Gut, sage ich als Bürgermeister und Vater“, mischte sich der gerade aus dem Elternurlaub zurückgekehrte Bürgermeister Arne Raue (parteilos) in die Debatte. „Wir als Stadt sind entschlossen, bei der Essensversorgung unseren Kindern ein Höchstmaß an Qualität zu bieten und haben mit Willert einen Anbieter gefunden, der sogar die Maximalforderungen nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) erfüllt, der in der Lage ist, für einen schmalen Taler von 2,05 Euro ein gesundes Essen auf den Tisch zu stellen und der noch dazu gesprächsbereit ist, wenn Probleme auftreten“, warb Raue für einen differenzierten Blick auf die Vorwürfe. „Dass es kaum gelingen wird, dass jedes Essen jedem Kind schmeckt, ist auch klar“, so Raue, der zugleich auf die hohe Akzeptanz verwies, die das Essen laut Umfragen bei den meisten Eltern und Kindern genießt.

Vielfalt und Gesundheit

Was genau die DGH-Richtlinien beinhalten und wie man dies in der Trebbiner Willert-und-Clauert-Küche realisiert, erläuterte Geschäftsführer Jens Willert ausführlich. Ginge es nach den Kindern, würden vier Essen, die sich immer wiederholen, ausreichen, als verantwortungsbewusster Anbieter halte man sich jedoch nicht nur an die Vorgaben zum Einsatz von Gewürzen und Fetten, sondern auch an die Vielfalt im Speiseplan, der auch die Häufigkeit von Fleisch-, Fisch- und Gemüseeinsatz regelt.

Resonanz zumeist positiv

Nicht nur die Auswertung der zum Jahreswechsel an Eltern versandten Fragebögen ergab, dass das Unternehmen seinem Anspruch gerecht wird, sondern auch das Urteil einzelner Abgeordneter und des Kämmerers nach spontanen Probeessen fiel durchweg positiv aus. Trotzdem, so Willert, gehe man natürlich wie

Dass zur Essensqualität auch das Umfeld gehört, machte Arne Raue ebenfalls deutlich. Um dieses an der Scholl-Schule zu verbessern, werde gegenwärtig ein als Mensa und Hort dienendes Gebäude geplant. Baubeginn könnte bereits 2018 sein.

Von Uwe Klemens

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