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Teltow-Fläming Qualmende Strohballen
Lokales Teltow-Fläming Qualmende Strohballen
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00:21 07.07.2018
Noch immer sind Feuerwehrleute an der Schweinemastanlage Kemnitz mit der Brandbekämpfung befasst. Quelle: Margrit Hahn
Kemnitz

Der Brand in der Schweinemastanlage Kemnitz hält die Feuerwehrleute nach wie vor in Atem. Am Sonntag waren Stroh, Sägespäne und Betriebsstoffe in einer 25 mal 50 Meter großen Lagerhalle aus bisher ungeklärter Ursache in Flammen geraten. Seitdem sind Feuerwehr und Mitarbeiter des Unternehmens pausenlos im Einsatz, denn immer wieder lodert das Feuer auf. Am Dienstagabend hatte die Leitstelle erneut Alarm ausgelöst.

Windböen erschweren Brandbekämpfung

Als sich die Wehren aus Nuthe-Urstromtal und Luckenwalde am Dienstagabend auf den Weg Richtung Kemnitz machten, gingen sie von einem Großbrand aus, so wie es die Leitstelle angekündigt hatte. Gemeindebrandmeister Mathias Richter stellte schnell fest, dass das Feuer durch die Windböen wieder aufloderte. Der angekündigte Großbrand bestätigte sich indes nicht.„Wir werden die verbrannten Strohballen umlagern und nochmals ablöschen“, sagte Mathias Richter. Er schickte die Hälfte seiner Kameraden nach Hause. „Die müssen heute Nacht noch mal kommen, um die erschöpften Kameraden abzulösen. Einige von ihnen haben 18 Stunden durchgemacht“, erklärte er. Mit sieben Fahrzeugen und 22 Feuerwehrleuten wurde begonnen, das Stroh umzulagern. Insgesamt waren in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch abermals 71 Feuerwehrleute im Einsatz.

Einsatz bis in die Morgenstunden

Am Mittwochmorgen um 5 Uhr konnte die Feuerwehr abrücken. „Wir haben dem Unternehmen empfohlen, eine Beregnungsanlage aufzustellen oder die glimmenden Strohballen mit Sand abzudecken. Damit dürfte die Sache endgültig erledigt sein“, fügt Einsatzleiter Mathias Richter hinzu. Er war froh, dass am Montag auch das THW vor Ort war.

THW mit im Einsatz

Das Technische Hilfswerk aus Luckenwalde unterstützte die Arbeit der Feuerwehr mittels Notstromaggregat und weiterer Technik. Es leuchtete die Einsatzstelle mit rund 13.000 Watt mittels Flutlichtstrahlern großflächig aus und ermöglichte so die Arbeit in den Nachtstunden. „Das THW war von der vor Ort tätigen Einsatzleitung am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr alarmiert worden und war mit insgesamt vier Helfern und zwei Fahrzeugen im Einsatz“, sagte Ike Blauhuth vom THW Ortsverband Luckenwalde.

Keine Angaben zur Brandursache

Die Pressestelle der Polizeidirektion West äußert sich nicht zur Brandursache. „Zu laufenden Ermittlungen machen wir keine Angabe“, teilt Therese Franz auf MAZ-Anfrage mit. Es sei aber ein Brandermittler vor Ort gewesen.

Dank an die Helfer

Jan Vestjens, der Betreiber der Schweinemastanlage, kann den Schaden bisher nicht beziffern. Er dankt den Feuerwehrleuten und den Mitarbeitern für ihre geleistete Arbeit. Etliche Mitarbeiter hatten bei den Löscharbeiten geholfen sowie Radlader bedient, um das qualmende Stroh umzulagern.

Von Margrit Hahn

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