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Teltow-Fläming Quellenhof bezogen, AOK-Haus im Gespräch
Lokales Teltow-Fläming Quellenhof bezogen, AOK-Haus im Gespräch
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00:18 29.09.2015
Das Gebäude links könnte ein Wohnheim werden. Quelle: Gertraud Behrendt
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Jüterbog


Die ersten 17 Flüchtlinge aus Syrien sind am Mittwoch im Quellenhof Jüterbog eingetroffen. Da sie erst am Donnerstag beim Landkreis ihre finanziellen Bezüge erhielten, organisierte Pfarrerin Mechthild Falk mit einigen Helfern einen Empfang, um die Ankömmlinge wenigstens zu verköstigen und mit den Gegebenheiten vertraut zu machen. Am Freitag kannten die Flüchtlinge beispielsweise schon die Busabfahrtzeiten vom Quellenhof und konnten somit nötige Einkäufe erledigen.

Betreiber des Heims ist die IF-Unternehmensgruppe Campanet GmbH aus Freiburg im Breisgau. Torsten Schulz, Landesbeauftragter der Gampanet-Gesellschaft, wollte nicht bestätigen, dass Montag weitere Flüchtlinge eintreffen und ob das gesamte Heim syrischen Flüchtlingen vorbehalten ist. Auskunft könne nur die Kreisverwaltung erteilen, sagte er. Diese bestätigte, dass ab Montagabend 55 Syrer im Quellenhof wohnen werden.

Unterdessen sollen die Verhandlungen mit einem stadtbekannten Investor laufen, ein drittes Heim für die Aufnahme von Flüchtlingen vorzubereiten. Wie Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue (parteilos) am Donnerstag mitteilte, habe der Vermieter „das Bürogebäude der AOK, welches auf der für die Standorterweiterung des Einkaufsmarktes Große Straße geplanten Fläche steht, zunächst für zwei Jahre an den Landkreis Teltow-Fläming als Asylbewerberheim vermietet“. Raue erklärt aber auch, dass die Stadtverwaltung unverändert großen Wert auf eine Vergrößerung der Märkte von Rewe und Rossmann lege. „Die Verhandlungen mit dem Projektentwickler dauern an“, teilte er mit. Das könnte sich lohnen. Noch ist nichts amtlich.

Kirsten Gurske, Sozialdezernentin bei der Kreisverwaltung, erklärte auf Anfrage: „Derzeit besteht noch kein Vertragsverhältnis.“ Der Kreis sei aber daran interessiert sei, Objekte so schnell wie möglich zu belegen. Ob ein drittes Heim geplant sei, wollte sie nicht sagen. Aber über Umbau und Kapazität sei bereits geredet worden. „Der Landkreis hofft, 60 bis 70 Personen unterbringen zu können. Die Zuweisungsquoten stellen uns vor enorme Herausforderungen“, sagte Gurske und ergänzte, dass bisher hauptsächlich kommunale Immobilien genutzt werden. Verhandelt werde auch mit privaten Anbietern. „Geht es um eine Privatimmobilie, wird zusätzlich der Kontakt zur jeweiligen Gemeinde- oder Stadtverwaltung gesucht.“

Sie dankt allen Aktiven für die geleistete Hilfe und verweist auf die kostenlose Flüchtlings-Hotline des Kreises. Dort werden Angeboten zur Unterstützung der Flüchtlingsarbeit im Landkreis entgegengenommen.

Hotline:
08 00/6 64 68 68

Von Gertraud Behrendt

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