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„Rad“-Kunstwerk umstritten

Vorbereitung für Jubiläumsfeier zum 800-jährigen Bestehen von Luckenwalde „Rad“-Kunstwerk umstritten

126 000 Euro will sich die Stadt für die Jubiläumsfeier 2016 zum 800-jährigen Bestehen leisten, darunter 15 000 Euro für ein Kunstwerk „Rad“. Doch dieses ist bei den Stadtverordneten umstritten.

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Das Luckenwalder Rathaus.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. 126 000 Euro will sich die Stadt Luckenwalde im nächsten Jahr die Feierlichkeiten zu ihrem 800-jährigen Bestehen kosten lassen. Die Verwaltung darf die Summe jetzt schon für den Stadthaushalt 2016 einstellen. Die Stadtverordneten stimmten einem entsprechenden Beschlussvorschlag in ihrer Sitzung in dieser Woche zu.

Mit einer Einschränkung: Das geplante Kunstwerk „Rad“ für 15 000 Euro ist umstritten und wurde deshalb auf Antrag der CDU/FDP-Fraktion zunächst abgekoppelt. Die Luckenwalder Künstler Armgard und Manfred Stenzel sollen den Auftrag erhalten, eine 2,50 Meter hohe Radskulptur aus Stahl zu gestalten, die mit ihren runden Formen die Bedeutung für die Radfahrer-Stadt Luckenwalde widerspiegeln soll. „15 000 Euro sind eine Menge Geld“, sagte Nadine Walbrach (CDU). „Warum gab es dafür keine Ideenwerkstatt?“, wollte sie wissen.

„Die Ideen sind keine Erfindung der Verwaltung, sondern aus den einzelnen Arbeitsgruppen gekommen“, sagte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD), „außerdem wurde das Jubiläumsprogramm im Februar im Fachausschuss vorgestellt.“ Für einen Wettbewerb sei es inzwischen zu spät.

Christoph Guhlke (CDU) entgegnete: „Der Kulturausschuss hat damals das Programm in einer Power-Point-Präsentation zur Kenntnis genommen, es gab aber keinen Beschluss.“ Er forderte, diesen Teil aus der Beschlussfassung herauszunehmen und erst im Ausschuss zu beraten, „denn dieses Kunstwerk soll dauerhaft in der Stadt stehen“, sagte er. Unterstützung erhielt er von seinem Fraktionschef Sven Petke. „Wir bewegen uns auf dünnem Eis, weil der beauftragte Künstler ein Mitglied der Projektgruppe ist, wir sollten deshalb das Verfahren überdenken“, sagte er.

Sieben Monate lang wird gefeiert

Im Jubiläumsjahr wird sieben Monate lang mit mehreren Themen gefeiert.

Der März wird historisch – mit Stadtspaziergang und Museumsnacht.

Der April verspricht kulinarische Genüsse – unter anderem mit der „Kleinen Grünen Woche“, einem Bauernmarkt und dem „White Dinner“ im Nuthepark.

Der Mai zeigt sich sportlich – mit großem Event am 21. Mai.

Im Juni dreht sich alles um die Kultur – beim Turmfest und beim Luckenwalder Filmfestival.

Im Juli stehen Kunst und Handwerk im Mittelpunkt – mit einem Tag der Kunst, des offenen Ateliers und verschiedenen Ausstellungen.

Der August zeigt sich von seiner grünen Seite – mit der Vorstellung aller Kleingartenanlagen und einem Tag des offenen Gartens.

Der September wird geschäftig, kreativ und schlau gestaltet – mit einer GPS-Schatzsuche und eine Theateraufführung in der Bibliothek.

Im Oktober bildet ein Konzert im Nuthepark den Abschluss der Feierlichkeiten.

Gegenwind kam aus der SPD. „Für die 800-Jahr-Feier sollten wir uns die Kosten genehmigen und nicht den beauftragten Künstler nötigen, uns Rechenschaft abzulegen“, forderte Harald-Albert Swik, „die Stadt ist souverän genug.“ Sein Fraktionskollege Peter Gruschka warnte davor, die Kunst danach einzuteilen, ob sie genehm oder nicht genehm sei. „Eine gewisse Freiheit sollten wir dem Künstler zugestehen und sein Werk nicht von politischen Mehrheiten beeinflussen lassen“, sagte Gruschka.

Am Ende einigte man sich darauf, in einem gesonderten Beschluss 15 000 Euro „für die Beauftragung eines Kunstwerkes ,Rad’“ bereitzustellen, in welcher Form auch immer. Der Vorschlag wurde mehrheitlich angenommen.

Von Elinor Wenke

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