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Teltow-Fläming Radweg-Diskussion in der Sackgasse
Lokales Teltow-Fläming Radweg-Diskussion in der Sackgasse
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00:18 08.07.2017
Radfahrer zwischen Dahlewitz und Glasow müssen vermutlich noch länger auf der viel befahrenen Straße fahren. Quelle: Foto: Christian Zielke
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Dahlewitz

Die Diskussion um den geplanten Radweg zwischen Dahlewitz und Glasow droht zum Ost-West-Konflikt zu werden. Auf seiner jüngsten Sitzung stimmte der Ortsbeirat Dahlewitz dafür den Weg östlich der früheren B96 führen.

Im Juni hatte sich der Mahlower Ortsbeirat für die Westseite ausgesprochen – wenn auch mit Bauchschmerzen. „Wir waren uns einig, dass wir über das Projekt im Ganzen noch einmal sprechen wollen“, sagt Ortsvorsteherin Regina Bomke (CDU). Beide Varianten haben einen Mangel: die unklare Verkehrsführung in Glasow, denn auf keiner Seite der Straße gibt es bisher einen Geh- oder Radweg.

Mahlows Ortsvorsteherin Regina Bomke will einen sicheren Weg

Kurz hinter dem Ortseingangsschild müssten die Radfahrer auf die Straße, was aus Sicht des Mahlower Ortsbeirats gefährlich ist. „Wenn man mehr als eine halbe Million Euro ausgibt, sollte es sinnvoll und sicher sein“, sagt Regina Bomke.

Dass sich der Dahlewitzer Ortsbeirat für die Ostvariante entschieden hat, dürfte die Diskussion nicht leichter machen und den Bau der seit langem ersehnten Verbindung weiter verzögern. Dabei wollte Claus Treffkorn (Linke), der Dahlewitzer Ortsvorsteher eben diesen beschleunigen, als er sich im Ortsbeirat dem Votum der Mehrheit beugte und ebenfalls für die Ostvariante gestimmt hat. Zunächst hatte sich Treffkorn für den Bau auf der Westseite ausgesprochen, um den Wünschen der Mahlower entgegen zu kommen. Ende Juni hatte es ein gemeinsames Gespräch zwischen beiden Ortsvorstehern und der Verwaltung gegeben, wo die Probleme auf Glasower Seite thematisiert worden waren.

Claus Treffkorns Argumente überzeugten den Ortsbeirat nicht

Bärbel Krügener (CDU) und Elsbeth Frankenstein (SPD) vom Dahlewitzer Ortsbeirat sprachen sich für die Ostseite aus, weil dort schon vor Jahren ein Sommerweg nach Glasow führte und weil aus ihrer Sicht auf der Westseite die pralle Sonne den Fußgängern und Radfahrern zu schaffen machen könnte. Mit seinem Vorschlag, dort eine zusätzliche Baumreihe anzupflanzen, die Schatten spenden soll, konnte sich Claus Treffkorn ebenso wenig durchsetzen wie mit dem Argument, dass die Gemeinde östlich der Straße größere Flächen Ackerland kaufen müsste, was zwar nicht teuer, aber aufgrund unklarer Eigentumsverhältnisse langwierig sein könnte.

Wie sich das Dilemma nun lösen lässt, ist unklar. Aus Dahlewitzer Sicht spielt es keine große Rolle, auf welcher Seite der Weg ist. Die Dahlewitzer Dorfstraße ist breit genug, so dass man auf der derzeitigen Fahrbahn beidseitig einen Radweg markieren kann. Nachteile bringt das nur für diejenigen, die bislang ihr Auto auf der Straße geparkt haben. In Glasow besteht diese Möglichkeit nicht, dort ist die Fahrbahn zu schmal. Östlich der Straße sind mehrere Grundstücke nicht im Besitz der Gemeinde. Der Weg würde vor der Tankstelle enden. Egal ob auf der Ost- oder Westseite – alle Anlieger müssten sich zudem an den Kosten für den Bau beteiligen

Von Christian Zielke

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