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Teltow-Fläming Radweg soll endlich ausgebaut werden
Lokales Teltow-Fläming Radweg soll endlich ausgebaut werden
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00:17 04.06.2017
Viel zu schmal und nur auf eigene Gefahr zu befahren ist der entwidmete Radweg zwischen Kummersdorf-Gut und Sperenberg. Quelle: foto: Frank Pechhold
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Kummersdorf-Gut

Der Radweg zwischen Kummersdorf-Gut und Sperenberg bleibt nicht mehr allzu lange auf der Strecke. Nächstes Jahr soll er ausgebaut werden. Diese Nachricht aus dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg (LS) wird in beiden Ortsteilen mit Erleichterung aufgenommen. „Der Ausbau ist genau das, was wir brauchen“, so der Sperenberger Ortsvorsteher Lutz Lehmann (CDU). „Lange genug hat es ja gedauert“, sagt Michael Wegner (SPD), Ortsvorsteher in Kummersdorf-Gut.

Eigentlich war der Ausbau des Radweges auf eine Breite von 2,50 Meter wie berichtet schon 2015 geplant. Auf der nur 1,60 Meter engen Piste können nicht einmal zwei Radler gefahrlos aneinander vorbei fahren. Bei dem Weg und der benachbarten Straße handelt es sich um eine ehemals von der Wehrmacht genutzte Hochgeschwindigkeitsstrecke. „Hier wurde die Geschwindigkeit von Rad- und Kettenfahrzeugen der Armee getestet“, so Ralf Kaim vom Förderverein Historisch-Technisches Museum Versuchsstelle Kummersdorf.

„Einige haben sich mit ihren Rädern schon im Graben wiedergefunden“

Zu DDR-Zeiten wurde der ehemals mit Messgeräten bestückte Randstreifen der einstigen Teststrecke als Radweg ausgewiesen und genutzt. Mit den Jahren haben Baumwurzeln den dünnen Asphalt an vielen Stellen angehoben oder aufgerissen. Deshalb ließ der Landesbetrieb Straßenwesen die blauen Radweg-Hinweisschilder vor mehr als vier Jahren abbauen. Radfahrer können seitdem selber entscheiden, ob sie den Weg benutzen oder nicht.

„Weil der Radweg entwidmet worden ist, sind die Bürger gezwungen, auf der Hauptstraße zu fahren. Und da haben sich schon einige mit ihren Rädern im Graben wiedergefunden“, sagt Michael Wegner. Deshalb verbinde er mit dem angekündigten Ausbau des Weges vor allem mehr Sicherheit für die Radfahrer. „Das ist ganz wichtig“, stimmt ihm Lutz Lehmann zu. Schließlich seien unter anderem in der Urlaubszeit und an den Wochenenden viele Radfahrer unterwegs, etwa um von Sperenberg zum Sportplatz in Kummersdorf-Gut zum Fußball zu fahren.

Nach dem Ausbau sah es lange Zeit nicht aus

„Offiziell gibt es diesen Abschnitt des Radweges Berlin-Leipzig also gar nicht“, prangerte Frank Broshog (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Am Mellensee, mehrfach öffentlich die Entwidmung an. Broshog zufolge werde der Radweg Berlin-Leipzig im Internet und mit Faltkarten angepriesen. Eingeschlossen das marode, rund 4,7 Kilometer lange Teilstück zwischen Kummersdorf-Gut und Sperenberg. Broshog zufolge stehe im Internet, dass hier ein „weitgehend straßenbegleitender Radweg vorhanden” ist. Weil dieser Zustand nun greifbar nah ist, begrüßt der Bürgermeister die Ausbau-Zusage des Landesbetriebes Straßenwesen.

Danach sah es lange Zeit nicht aus. Um ausbauen zu können, müssen Teile der in dieser Region äußerst seltenen kanadischen Eichenhecke zwischen Straße und Weg verschwinden und/oder Bäume im angrenzenden Wald gefällt werden. Die Naturschutzbehörde besteht darauf, dass die Hecke stehen bleibt — und die Forst sperrt sich gegen Baumfällungen. Anscheinend haben sich beide Behörden auf einen Kompromiss verständigt. Darauf deutet die Auskunft von LS-Referatsleiter Steffen Kleiner hin. „Der drei Kilometer lange Abschnitt von Kummerdorf-Gut bis zum Abzweig Gottower Weg soll 2018 grundhaft erneuert werden“, sagt er. Der vorhandene Weg werde auf 2,50 Meter verbreitert und die Wurzeln der Bäume dauerhaft geschützt. Die bauvorbereitenden Planungen begännen im zweiten Halbjahr 2017.

„Planung für das neue Teilstück beginnt im Juni 2017“

Weiter sei vorgesehen, den Radweg vom Gottower Weg bis Sperenberg einschließlich einer schmalen Brücke über den Graben zu verlängern, wo er an einen vorhanden Gehweg anschließt. „Die Länge des geplanten 2,50 Meter breiten neuen Rad- und Gehweges beträgt circa 950 Meter“, so Steffen Kleiner. „Die Planung für das neue Teilstück beginnt im Juni 2017.“ Frühestmöglicher Baubeginn sei 2019, weil noch einige Dinge zu klären seien. „Beispielsweise müssen noch Grundstücke erworben werden, die sich nicht im Eigentum des Landesbetriebes befinden“, sagt Bürgermeister Frank Broshog.

Von Frank Pechhold

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