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Teltow-Fläming Rätselhaftes Gips-Relief
Lokales Teltow-Fläming Rätselhaftes Gips-Relief
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00:17 06.02.2016
Gabriele Günther hat das rätselhafte Relief von einem Unbekannten für das Museum erhalten. Jetzt wird es erstmals ausgestellt. Quelle: Peter Degener
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Jüterbog

Das Jüterboger Stadtmuseum im Mönchenkloster erhält ständig einzelne Spenden oder ganze Nachlässe überreicht. Um 1100 Nummern ist das Inventar allein 2015 gewachsen. Etwa 60 000 solcher Nummern gibt es derzeit. Einzelne Objekte oder ganze Serien von Fotos oder Zeitschriften verbergen sich dahinter. In der Sonderausstellung „Aus dem Fundus – Neuerwerbungen 2015“ können Besucher ab Sonntag bestaunen, in welcher Vielfalt die Sammlung gewachsen ist. Die Herkunft der Exponate ist nicht immer eindeutig. Manchmal ist aber selbst die Übergabe an das Museum rätselhaft.

Gabriele Günther ist Reinigungskraft im Kulturquartier. Im vergangenen Mai war sie gerade auf dem Weg zur Arbeit, als sie auf dem Hof des Areals angesprochen wurde. „Das war ein junger Mann, wohl ein Lehrer vom Gymnasium“, erzählt Günther. Er zeigte ihr ein rund 40 Zentimeter hohes Gipsrelief und fragte „ob wir das gebrauchen können.“ Er habe es ein paar Schülern abgenommen, die damit im Klostergarten neben der Mönchenkirche hantiert hätten. Günther nahm die Tafel an sich und übergab sie den Museumsmitarbeitern. Wer die Schüler und ihr Lehrer waren und auch woher sie die Tafel hatten, ist ebenso unklar, wie die Historie des Stückes selbst.

„Jutta & Bock“ steht groß auf dem braunen Gipsrelief. Am oberen Rand sind die Figuren in zwei Wappen abgebildet. Darunter sind einige Denkmäler der Stadt und ein paar veraltete Schreibweisen des Stadtnamens zu sehen. In der Mitte ist der Mauritius vom Rathaus abgebildet, darunter die Jüterboger Keule mit dem zugehörigen Spruch. Auf der Rückseite ist eine simple Aufhängung, die Vorderseite ist leicht beschädigt.

„Es sieht so aus, als hätte das ein Jüterboger Künstler für eine öffentliche Einrichtung hergestellt, vielleicht eine Gaststätte oder eine Schule. Aus meiner Sicht handelt es sich um ein Unikat“, sagt Museumsleiter Norbert Jannek. Signiert ist die Tafel nicht, doch Jannek hat eine Vermutung, wer der Künstler gewesen sein könnte. Der Werbegestalter Eckhard Tersch hat Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre in Jüterbog ganz ähnliche Stücke gefertigt. Einige seiner Werke, darunter Grafiken und ein weiteres Gipsrelief, sind sogar im Bestand des Museums. Jannek hofft nun, dass Jüterboger die Gipstafel auf dem Foto oder in der Fundus-Ausstellung wiedererkennen und einen Hinweis darauf geben können, woher und aus wessen Hand sie wirklich stammt.

Von Peter Degener

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