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Rangsdorf will Sportplätze konzentrieren

Neubau auf Bücker-Gelände geplant Rangsdorf will Sportplätze konzentrieren

Nicht weniger als den langfristigen Abschied von zwei traditionellen Sportstätten hat der Rangsdorfer Sozialausschuss am Dienstag beschlossen. Das Lindenforum und der Platz an der Birkenallee sollen eines Tages auf das Bücker-Gelände umziehen. Dazu müsste die Gemeinde die Fläche kaufen, doch die Preisvorstellungen zwischen Rangsdorf und dem Land Brandenburg, dem die Fläche gehört, liegen weit auseinander.

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Das Erich-Dückert-Forum ist die Heimat des SV Lok Rangsdorf.

Quelle: Zielke

Rangsdorf. Aus zwei mach eins – so hat es der Rangsdorfer Sozialausschuss am Dienstag empfohlen. Der Sportplatz an der Birkenallee und das Lindenforum (Erich-Dückert-Sportforum) sollen eines Tages aufgegeben werden. Dafür soll ein neuer Sportplatz auf dem Gelände des ehemaligen Bücker-Werkes entstehen.

CDU und SPD verantwortlich für Paradigmenwechsel

Verantwortlich für den Paradigmenwechsel sind CDU und SPD. Die Sozialdemokraten hatten sich dafür ausgesprochen, das Geld für die Verlegung des Platzes an der Birkenstraße zum Lindenforum für die Entwicklung des Konversionsgeländes auszugeben. Ob dort auch zwei Fußballplätze angelegt werden können, hat Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) Bedenken. „Da wird der Denkmalschutz nicht mitspielen“, sagte er. Einer der beiden Plätze müsste nämlich auf dem ehemaligen Flugfeld entstehen und das müsse als solches erlebbar bleiben, habe die Denkmalbehörde gefordert. Er erinnerte auch an das 2014 beschlossene Sportstättenkonzept, das einen Ausbau des Lindenforums vorsieht. Damals hatten CDU und SPD gefordert, eine Machbarkeitsstudie zu beaufragen und nach Fördermöglichkeiten zu suchen. „Es fehlt an Kontinuität“, sagt Klaus Rocher. Ganz neu ist die Idee, einen Teil des Bücker-Geländes zum Sportforum umzugestalten freilich nicht. 2012 ermittelte eine Studie im Auftrag der Gemeinde erste Zahlen. Zwischen fünf und elf Millionen Euro sollte eine neue Halle mit Außenanlagen kosten. In der teuersten Variante wäre eine neue Halle in eine der denkmalgeschützten Hallen gebaut worden. Für den Abriss der ehemaligen Endmontagehalle, den Bau des Nord-Süd-Verbinders und einen Fußgängertunnel am Reihersteg wären noch einmal sieben Millionen Euro fällig.

Bau kann noch Jahre dauern

Da noch Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte vergehen können, bis die Gemeinde das nötige Geld hat, sieht man die Entscheidung des Sozialausschusses beim Verein Lok Rangsdorf, der das Lindenforum hauptsächlich nutzt, gelassen. „Es gab schon viele Konzepte, passiert ist bisher nichts“, sagte Thomas Fuchs, der Vereinsvorsitzende. Einem Umzug aufs Bückergelände könne er durchaus etwas abgewinnen, „wenn die Bedingungen stimmen.“ Sowohl das Lindenforum als auch die Birkenallee sind für einen größeren Spielbetrieb kaum geeignet. Die Gebäude sind zu klein und teilweise baufällig. Der Platz an der Birkenallee steht bei Regen oft unter Wasser. Vor allem, so Fuchs, brauche Rangsdorf eine neue Sporthalle. Eine Untersuchung des Kreises sei vor drei Jahren zu dem Ergebnis gekommen, dass Rangsdorf den Bedarf an Sporthallenkapazitäten nur zu 61 Prozent decken kann.

Verkauf für einen Euro fraglich

Unterdessen ist fraglich, ob das Land Brandenburg der Gemeinde das Bückergelände für einen symbolischen Euro verkauft, wie Klaus Rocher im Sozialausschuss vorschlug. „Grundsätzlich dürfen landeseigene Grundstücke nur zu ihrem vollen Wert veräußert werden, teilte das Finanzministerium auf MAZ-Nachfrage mit.

Von Christian Zielke

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