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Rangsdorf Kläranlage Pramsdorf soll hergerichtet werden
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18:13 11.03.2019
Wie im Dornröschenschlaf: Die alte Kläranlage in Pramsdorf Quelle: Jonas Nayda
Rangsdorf

Wie im Dornröschenschlaf liegt sie da: Die alte Kläranlage von Pramsdorf. Seit knapp 14 Jahren ist sie außer Betrieb und die Natur erobert sich ihr Gebiet langsam zurück. Doch möglicherweise wird die alte Anlage südlich des Rangsdorfer Bücker-Geländes bald wieder wach geküsst. Der Wasserzweckverband (KMS) braucht dringend ein neues Klärwerk – Pramsdorf liegt nahe.

Um den Eingang der alten Kläranlage Pramsdorf ranken sich tatsächlich Dornen. Quelle: Jonas Nayda

Seit 2005 wird das Abwasser aus Rangsdorf und Umgebung nach Zossen gepumpt und dort geklärt. Das wird allerdings nicht mehr lange funktionieren. „Bis zur erlaubten Obergrenze des Abflusses fehlt nicht mehr viel“, sagt Heike Nicolaus, KMS-Verbandsvorsteherin. Die Zossener Anlage ist bereits nahezu vollständig ausgelastet, obwohl sie vor wenigen Jahren ausgebaut wurde. Grund ist der stete Bevölkerungszuwachs in der Region. „Die Entwicklung ist fantastisch, aber wir müssen auch die Infrastruktur bedenken“, sagt Nicolaus.

Alter Standort gut geeignet

Der Bereich des KMS umfasst inzwischen knapp 50.000 Einwohner. Er erstreckt sich von Dahlewitz im Norden bis Kummersdorf im Süden. „2005 wurde uns gesagt, dass unsere Kapazitäten locker reichen würden, aber jetzt müssen wir reagieren“, sagt Nicolaus. Sie schlägt vor, die alte Anlage in Pramsdorf auszubauen. Der Standort eigne sich gut, weil die Strukturen noch teilweise vorhanden seien.

Die zwei ehemaligen Folienbecken sind noch gut zu erkennen. Der Rest des Geländes ist komplett überwuchert. Quelle: Jonas Nayda

Die Rangsdorfer haben nicht nur gute Erinnerungen an die Kläranlage in Pramsdorf. Sie sollte eigentlich schon 1997 geschlossen werden, blieb dann aber bis 2005 in Betrieb. Immer wieder war schlecht gereinigtes Abwasser in den Zülowkanal geflossen.

Acht Millionen Euro Investition

Die Anlage bestand aus zwei Folienbecken und mehreren Abwasserteichen. Um sie wieder fit zu machen, müsste der KMS viel Geld investieren. Mindestens acht Millionen Euro würde es laut Nicolaus kosten, die alte Anlage wieder funktionstüchtig zu machen.

Die neue Kläranlage könnte in zwei Stufen zunächst für 10.000 und dann bei weiterem Bedarf für insgesamt 20.000 Menschen ausgebaut werden. Der KMS plant außerdem ein Regenrückhaltebecken vor der Kläranlage, damit es nicht wieder zu Überschwemmungen kommt, wie etwa im Sommer 2017. Damals war an zwei Tagen im Juli so viel Regen vom Himmel gekommen, wie sonst in einem kompletten Monat. Im gesamten Landkreis waren Straßen überflutet gewesen, weil die Kanäle und Abflussrohre übergelaufen waren.

Zeitplan grob abgesteckt

Das Grundstück der alten Kläranlage Pramsdorf gehört bereits dem KMS. Aktuell lässt der Verband einen Fachbeitrag erstellen, der klären soll, unter welchen Bedingungen der Bau möglich wäre. Die Rangsdorfer Gemeindevertretung müsste dem Vorhaben noch zustimmen und der Flächennutzungsplan der Gemeinde müsste angepasst werden, damit die Anlage genehmigt werden könnte. „Vor dem Jahr 2025 passiert erstmal nichts“, sagt Nicolaus, so lange würden die Plan- und Genehmigungsverfahren auf jeden Fall dauern.

Falls die Kläranlage Pramsdorf tatsächlich eines Tages wieder arbeiten sollte, müssten sich Anwohner um den Geruch keine Sorgen machen, erklärt Nicolaus. Der Wind stehe dort meistens günstig, sodass nur selten etwas bis ins Wohngebiet zu bemerken sei.

Von Jonas Nayda

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