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Rangsdorf Bisar fordert zweites S-Bahn-Gleis
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Bisar fordert zweites S-Bahn-Gleis
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00:32 20.04.2018
Der Bisar-Vorstand: Der Vorsitzende Rainer Pannier, Kassenwartin Johanna Fiege und der stellvertretende Vorsitzende Holger Lademann (v.l.) Quelle: Foto: Christian Zielke
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Rangsdorf

Bisar, die Bürgerinitiative für eine S-Bahn-Anbindung Rangsdorf, fordert den Bau eines zweiten S-Bahn-Gleises von Lichtenrade bis Blankenfelde. Mit dieser Forderung will sich der Verein an den Vorstand der Deutschen Bahn wenden. So haben es die Mitglieder auf der Jahresversammlung am Freitag in Rangsdorf beschlossen.

Zehn-Minuten-Takt nur mit zwei Gleisen möglich

Aus Sicht von Bisar ist der geplante Bau von nur einem S-Bahn-Gleis im Zuge des Wiederaufbaus der Fernbahnstrecke nach Dresden ein grober Planungsmangel. Ein zweites Gleis auf dem 4,8 Kilometer langen Abschnitt bis Blankenfelde sei wichtig für einen möglichen Zehn-Minuten-Takt, der angesichts der wachsenden Bevölkerung im Berliner Umland auf Dauer nötig ist.

„Eine eingleisige Strecke ist außerdem anfälliger für Verspätungen und Störungen im Betriebsablauf“, sagt Rainer Pannier, der Bisar-Vorsitzende, der selbst viele Jahre bei der S-Bahn tätig war. Würde man beim Bau der Dresdner Bahn von Berlin-Südkreuz nach Blankenfelde Vorkehrungen für ein zweites S-Bahn-Gleis treffen, könnte das später viel Geld und Zeit planen.

Späterer Bau ist aufwändig und teuer

Brücken und Tunnel müssten später für viel Geld und mit viel Aufwand umgebaut werden. Das führe zu starken Einschränkungen beim Bahn- und Straßenverkehr und kostet aus Sicht von Bisar mehrere Millionen Euro.

Der geplante S-Bahnhof in Blankenfelde sei mit nur einem Gleis komplett falsch geplant. „So baut man keine Endbahnhöfe, auch keine vorläufigen“, sagt Rainer Pannier. Wenn die S-Bahn eines Tages wieder bis Rangsdorf fahren sollte, wären dort aufwändige Umbauten nötig. „Es fehlt an einer vorausschauenden Planung“, sagt Rainer Pannier.

Dresdner-Bahn-Planungen sollen geändert werden

Auf alle Mängel habe Bisar schon vor Jahren hingewiesen, doch vor allem aus dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) habe der Verein stets ausweichende oder gar keine Antworten bekommen. Auch wenn die Planungen für die Dresdner Bahn derzeit in der finalen Phase sind und der Bau 2020 beginnen soll, ist es aus Panniers Sicht nicht zu spät für ein zusätzliches S-Bahn-Gleis. „Es ist besser, jetzt die Planung zwei Jahre zu überarbeiten, als nachzubessern, wenn alles fertig ist“, sagt Pannier.

Land hat Geld für Planungen bereit gestellt

Vom Land Brandenburg fordert Bisar konkrete Planungen für die S-Bahn-Verlängerung nach Rangsdorf. Anfang März hatten sich die Länder Berlin und Brandenburg geeinigt, sechs Millionen Euro für die Prüfung und Planung von zehn Infrastrukturprojekten bereit zu stellen, darunter die S-Bahn über Dahlewitz nach Rangsdorf.

Seit 16 Jahren kämpft Bisar dafür, dass die S-Bahn wieder bis Rangsdorf fährt, wie sie es bis zum Mauerbau 1961 tat. Rainer Pannier hat sich gerne mit den Verantwortlichen in Politik und Bahn gestritten und viele Tiefschläge erlebt. Die Entwicklungen der letzten Monate machen ihn optimistisch. „So gut wie jetzt standen die Chancen noch nie“, sagt er. Dennoch lassen die 27 Bisar-Mitglieder nicht locker. Rainer Pannier kämpft weiter für sein Ziel: „Wenn der erste Spatenstich für die S-Bahn gesetzt wird, dann wäre der Verein überflüssig.“

Von Christian Zielke

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