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Rangsdorf Investor diskutiert mit Rangsdorfer Bürgern über Sportstätte
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01:16 28.03.2019
Die Einfliegerhalle des ehemaligen Bücker-Flugzeugwerks in Rangsdorf soll nach den Plänen der Investoren saniert werden. Quelle: Foto: Christian Zielke
Rangsdorf

 Rangsdorf braucht mehr Sportplätze. Das fordern viele Bürger und Vereine schon seit geraumer Zeit. Doch woher sollen das Geld und die Grundstücke dafür kommen? Das ehemalige Bücker-Gelände im Süden des Ortes könnte eine Lösung sein.

Die Investorenfirma Terraplan stellt ihre Ideen für das ehemalige Bückergelände in Rangsdorf vor. Quelle: Terraplan

Die Investorenfirma Terraplan aus Nürnberg stellte gestern Abend bei einer Bürgerversammlung im Rangsdorfer Rathaus ihre Ideen vor, welche Plätze oder Hallen es zukünftig auf dem alten Flugplatz geben könnte. Terraplan hat das Bücker-Gelände 2018 gekauft, um es zu entwickeln. Geplant sind bis zu 700 Wohneinheiten, Gewerbeflächen und Gebäude für öffentliche Einrichtungen wie eine Schule oder eine Kita.

Investor ist optimistisch

Laut Eduard Bunescu-Fay, kaufmännischer Leiter bei Terraplan, sei ein Sportplatz ein wichtiger Teil der Entwicklung auf dem Konversionsgebiet. „Wir sind sehr optimistisch, aber die Detailplanung hat natürlich noch längst nicht begonnen“, sagt er. Bunescu-Fay präsentierte zunächst vier grobe Entwürfe, wie am östlichen Rand des Geländes neben der Bahnstrecke eine Schule, eine Kita und ein Sportplatz entstehen könnten. Jede der Varianten sieht vor, die alten Bücker-Hallen zumindest teilweise zu erhalten und zu nutzen.

Zwei der Varianten für die Entwicklung auf dem Bücker-Gelände. Quelle: Terraplan

Ob der geplante Sportplatz als Teil eines neuen Schulgeländes, oder zusätzlich auch für die Öffentlichkeit nutzbar wäre, darüber könne in den folgenden Planungsschritten diskutiert werden. „Bis zum Ende des Jahres werden wir noch keine Nägel mit Köpfen haben“, sagt Bunescu-Fay.

Wettkämpfe am Wochenende?

Die Herausforderungen bei der Entwicklung des Bücker-Geländes sind vielfältig. Bunescu-Fay spricht beispielhaft von Schall-, Denkmal-, und Naturschutz. Der Schallschutz könnte auch ein Problem für den geplanten neuen Sportplatz werden. Sollten dort später auch an Wochenenden Wettkämpfe stattfinden, müssten die umliegenden Wohnhäuser entsprechend anders geplant werden.

Die Gemeinde unterstützt die Ideen der Investoren. Die notwendige Anpassung des Flächennutzungsplanes und eines Bebauungsplanes ist bereits in Gang gesetzt. Zuletzt hatte es einige Diskussionen darüber gegeben, ob der Sportplatz in Groß Machnow ausgebaut werden kann. Vor drei Wochen hatten rund 80 Sportler im Rathaus protestiert, um das Sport-Budget für 2019 zu erhalten.

Vertreter einiger Rangsdorfer Sportvereine waren auch am Montag zur Bürgerversammlung gekommen. Sie boten Bunescu-Fay ihre Hilfe an. Ein Gesprächstermin mit den größten Rangsdorfer Sportvereinen und der Investorenfirma ist bereits vereinbart.

Bei einer Umfrage unter Rangsdorfer Bürgern hatte bereits vor Monaten eine Mehrheit angegeben, das Angebot an Sporthallen in der Gemeinde sei nicht ausreichend. Vor allem Bolzplätze fehlten laut Umfrage. Allerdings hatten auch 57 Prozent der Befragten angegeben, Sport- und Vereinsveranstaltungen in Rangsdorf „gar nicht“ zu besuchen.

Durch den stetigen Einwohnerzuzug nach Rangsdorf wachsen auch die Sportvereine im Ort. Es gibt inzwischen rund 1800 aktive Vereinsmitglieder.

Von Jonas Nayda

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