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Rangsdorf Diskussion über Zustand des Jugendclubs Joker
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01:15 01.09.2018
Das Gebäude des Jugendclubs „Joker“ in Rangsdorf ist in einem schlechten Zustand. Quelle: Foto: Christian Zielke
Rangsdorf

Zugige Fenster, kaputte Jalousien, unzureichende Dämmung – das Gebäude des Rangsdorfer Jugenclubs „Joker“ im Pramsdorfer Weg ist in einem miserablen Zustand. Das DRK, das den Club betreibt, hat sich Anfang August mit einem Hilferuf an den Eigentümer der Baracke, die Gemeinde Rangsdorf, gewendet. Durch die undichten Fenster können Wind und Regen nahezu ungehindert ins Gebäude dringen, die Wärmedämmung im Winter sei „erschreckend“.

Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) hat am Dienstag den Sozialausschuss über die Bitte des DRK informiert, für schnelle Abhilfe zu sorgen. Gleichzeitig verkündete er das Ende des Juniorclubs im „Joker“ nach nicht einmal zwei Jahren. Weil es dem DRK seit Februar nicht gelungen war, Ersatz für die bisherige Erzieherin zu finden, einigten sich beide Seiten darauf, den Vertrag aufzuheben.

Als Arbeitsplatz wenig attraktiv

Dass die Personalsuche so schwierig ist, liege vor allem am leer gefegten Erziehermarkt, hängt aber auch mit dem Zustand des Gebäudes zusammen. „Als Arbeitsplatz ist es nicht sehr attraktiv“, sagte Elisa Kaletta, Abteilungsleiterin für Kinder, Jugend und Familie beim DRK.

An der Nachfrage habe es nicht gelegen. „Der Juniorclub war sehr erfolgreich“, sagte Elisa Kaletta. Dort konnten Kinder und Jugendliche nach der Schule, betreut von einer Erzieherin, Hausaufgaben machen oder ihre Freizeit verbringen.

Rex: Was hat die Verwaltung für den Erhalt getan?

Das Angebot des Jugendclubs „Joker“ will das DRK trotz aller Probleme des Gebäudes aufrecht erhalten. Hartmut Rex (Linke) kritisierte, dass die Gemeindevertreter erst jetzt über den Zustand informiert wurde. „Es ärgert mich, dass wir so viele Dinge auf Verschleiß fahren. Was hat die Verwaltung für den Erhalt des Hauses getan“, wollte er wissen. Bürgermeister Klaus Rocher verwies auf seine Idee für ein Mehrgenerationenhaus aus dem Frühjahr. Damals habe er auf die Probleme der „Joker“-Baracke hingewiesen. Eine Ertüchtigung hält er für unwirtschaftlich.

Kurz nach dem Mauerfall wurde die Baracke als Pappständerkonstruktion für einen Supermarkt eilig errichtet. Die Wände seien praktisch ungedämmt. „Es gibt keine Substanz, die man erhalten kann“, sagte Rocher und empfahl, das Gebäude perspektivisch als Lager für Fundsachen, Wahlurnen oder Museumsexponate zu nutzen. Auf Dauer, so seine Einschätzung, sei die Baracke für den dauerhaften Aufenthalt von Personen ungeeignet.

Verwaltung ermittelt Kosten für Sanierung

Auf Wunsch der Mehrheit im Ausschuss will der Bürgermeister nun die Kosten für eine Ertüchtigung des Jugendclub-Gebäudes ermitteln lassen. Er ist sicher, dass diese fast denen für einen Neubau gleichkommen. Die Ausschreibung für ein Mehrgenerationenhaus mit Jugendclub, Seniorentreff und Museum hatten die Gemeindevertreter zunächst abgelehnt.

Detlef Schlüpen (SPD) regte an, einen Jugendclub auf dem Bücker-Gelände zu errichten. Dies sei jedoch keine Zustimmung zu dem Vorschlag des Bürgermeisters, dort eine neue Grundschule zu bauen.

Von Christian Zielke

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