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Rangsdorf Grundschule wird vergrößert
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Grundschule wird vergrößert
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05:20 20.10.2018
Die seit 2013 auf dem Schulhof stehenden Container des Horts dürften während der Bauarbeiten Gesellschaft bekommen. Quelle: Christian Zielke
Rangsdorf

Um die drohende Platznot an den Grundschulen zu lösen, hat die Gemeindevertretung Rangsdorf am Donnerstag für einen weitreichenden Umbau des Schulgeländes an der Clara-Zetkin-Straße gestimmt. Einstimmig befürworteten die Gemeindevertreter eine Erweiterung des 1999 errichteten Grundschulgebäudes.

Aula und Küche sollen um rund 90 Quadratmeter wachsen, um den Raum für die Schulspeisung zu vergrößern. Darüber sollen durch eine Aufstockung des Gebäudes zwei zusätzliche Klassenräume entstehen. Die Räume des bisherigen Hortgebäudes sollen vergrößert, nach aktuellen Brandschutzvorschriften umgebaut und später von der Grundschule genutzt werden.

Weitere Container sind geplant

Im Gegenzug soll der Hort künftig das derzeit noch von der Schule genutzte „Rote Haus“ bekommen. Dort wird während der Bauphase eine zusätzliche Schulspeisung eingerichtet. Um den Schul- und Hortbetrieb während der vermutlich im kommenden Jahr beginnenden und bis 2020 dauernden Arbeiten aufrecht zu erhalten, sind weitere Container für 130 Kinder auf dem Gelände geplant.

Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) wollte den leer stehenden Penny-Markt zu einem Hort- und Schulgebäude umbauen lassen. Quelle: Christian Zielke

Wirklich glücklich mit der Entscheidung ist Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) nicht. In zahlreichen Ausschusssitzungen war es ihm nicht gelungen, der Mehrheit seine Idee vom Umzug der Grundschule ins Gebäude der Oberschule und einer neuen Oberschule auf dem Bücker-Gelände schmackhaft zu machen. Nicht einmal der Vorschlag, den früheren Penny-Markt an der Groß Machnower Straße durch einen Investor zu einem Hort mit 110 Plätzen, Klassenräumen und Schulspeisung umbauen zu lassen und für 150 000 Euro im Jahr zu mieten, stieß auf Gegenliebe.

Penny-Markt wäre Vorentscheidung zur Oberschule

Die Vorstellung, Kinder von der Grundschule per Bus dorthin zu transportieren, schreckte viele ab, der Passus wurde auf Antrag von Peter Wetzel (Linke) aus der Vorlage gestrichen. Klaus Rocher gab zu, dass die Nutzung des früheren Supermarktes eine Vorentscheidung zu einem Umzug der Grundschule ins Gebäude der Oberschule wäre. Mit ihrer nun gefällten Entscheidung hat die Gemeindevertretung womöglich ihre Chance auf das 2800 Quadratmeter große Grundstück vertan. „Es gibt Interessenten, die dort Wohnhäuser bauen wollen“, sagt Rocher.

Er hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass er die 2014 beschlossene Erweiterung des Horts Räuberhöhle ablehnt. Nun hat sich die Gemeindevertretung dazu durchgerungen, das Projekt so umzuplanen, dass die Kapazität von 240 auf 280 Plätze steigt. Dies hatte auch die Kommunalaufsicht als Bedingung für einen Kredit vorgegeben.

Zweifel an Wirtschaftlichkeit der Entscheidung

Ob es im zweiten Anlauf mit dem Kredit klappt, da ist Rocher skeptisch. „Meine Variante für den Hort ist vier Millionen Euro günstiger. Diese Information kann ich der Kommunalaufsicht kaum verheimlichen“, sagt er. Die Anmietung des Penny-Marktes bis 2026 (900 000 Euro), den Bau einer weiteren Turnhalle (eine Million Euro), den beschlossenen Umbau der Grundschule (830 000 Euro) und eine Erweiterung des Hortes samt zusätzlicher Container (1,3 Millionen Euro) kommen in Rochers Rechnung auf rund vier Millionen Euro.

Für den von 240 auf 280 Plätze vergrößerten Hort allein rechnet er mit Gesamtkosten von 3,3 Millionen Euro. Schon die Umprojektierung soll mehr als 100 000 Euro kosten und müsste ausgeschrieben werden.

2019 erstmals sechs erste Klassen

Viel Zeit bleibt nicht. Vom kommenden Schuljahr an wird es in Rangsdorf erstmals sechs erste Klassen geben, eine mehr als in den Vorjahren. Weder die Schule in Rangsdorf noch die in Groß Machnow haben dafür die nötigen Räume.

Von Christian Zielke

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