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Rangsdorf Lösung in Sicht für Rangsdorfer Wald-Diskussion
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Lösung in Sicht für Rangsdorfer Wald-Diskussion
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18:34 25.02.2019
Der Grüne Charakter Rangsdorfs soll unbedingt erhalten werden. Über die Art und Weise wird in der Gemeindevertretung gestritten. Quelle: Foto: Christian Zielke
Rangsdorf

Im Streit um den Erhalt des Waldes in Rangsdorfer Wohngebieten bahnt sich möglicherweise eine Lösung an. Schon bald könnte der umstrittene Bebauungsplan „RA 26“ geändert werden.

Im Sommer 2018 war „RA 26“ trotz Widerstand aus der Bevölkerung in Kraft getreten. Der Plan sollte dafür sorgen, dass der Wald-Charakter der Siedlungen Zülowniederung und Langer Berg auf beiden Seiten der Kienitzer Straße erhalten bleibt. Die vielen alten Bäume, die dort auf den Grundstücken wachsen, sollten gerettet werden und künftige Bauvorhaben sollten eingeschränkt werden.

Eine Bürgerinitiative hatte den Plan heftig kritisiert, weil er seinen Zweck vollkommen verfehlen würde. „RA 26“ sorge nicht dafür, dass der Baumbestand verjüngt wird, lautete ein Hauptvorwurf.

Kritik am Bürgermeister

Es habe sich gezeigt, dass der Erhalt der Bäume schwieriger ist, als angenommen, sagte Ralph Brockhaus (SPD) auf der jüngsten Sitzung der Rangsdorfer Gemeindevertreter. Er kritisierte Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) scharf: „Früher hieß es, dass der Bebauungsplan die einzige Möglichkeit ist, aber so ganz kommen wir da nicht bei raus. Es ist anders, als Sie uns das früher gesagt haben“, so Brockhaus.

Der Gemeindevertreter schlug vor, Grundstückseigentümern frühzeitig die Gelegenheit zu geben, neue Bäume zu pflanzen. Altbestand zu sichern sei nicht das Wichtigste, sondern eine Verjüngung sei entscheidend. Baumerhaltung müsse in Zukunft attraktiver werden. Für diese Aussagen gab es Applaus aus dem Publikum.

Vorschlag schwierig umsetzbar

Laut Klaus Rocher sei der Vorschlag satzungsrechtlich nicht einfach umzusetzen. Die Idee, die Rangsdorfer Baumschutzsatzung anzupassen, sei dabei der falsche Ansatz. „Das Ziel der Baumschutzsatzung ist es, Eingriffe zu verhindern oder zu kompensieren, wenn es nötig ist – Nicht neue Bäume zu pflanzen.

Rocher kündigte dennoch an, im Bauausschuss in der kommenden Woche einen Beschlussvorschlag zu präsentieren, der den Bebauungsplan „RA 26“ ändern soll. Zuversichtlich stimmte ihn, dass die Forstbehörde in einem Brief auf fachliche Fragen des Bürgermeisters geantwortet hatte. Der Brief war monatelang nicht beantwortet worden und fehlte der Gemeinde für eine sichere Planung.

Vergleichsweise wenig Wald in Rangsdorf

Etwa 13 Prozent des Rangsdorfer Gemeindegebietes bestehen offiziell als Waldfläche. Das ist im Vergleich zu anderen Gemeinden eher wenig (Zossen 34 Prozent Wald, Stadt Baruth 38 Prozent Wald). Seinen grünen Charakter besitzt der Ort hauptsächlich, weil auf vielen Privatgrundstücken große Bäume wachsen, vor allem im Bereich Zülowniederung und Langer Berg. Bei diesen Bäumen handelt es sich meistens um Kiefern, die etwa 100 Jahre alt sind. Sie wurden in den 1920er-Jahren für die Holzgewinnung gepflanzt, aber nach und nach wurden zwischen die Bäume Häuser gebaut.

Von Jonas Nayda

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