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Rangsdorf Messerstecher sitzt in Haft
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Messerstecher sitzt in Haft
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01:16 08.12.2018
Nach der tödlichen Messerattacke ist das Motiv unklar. Täter und Opfer kannten sich offenbar. Quelle: Christian Zielke
Rangsdorf

Der mutmaßliche Täter, der am Dienstag einen 60 Jahre alten Mann in Rangsdorf erstochen haben soll, sitzt in Untersuchungshaft. Wie Sprecher Oliver Kramm der MAZ bestätigte, erließ das Amtsgericht Potsdam am Mittwoch einen Haftbefehl gegen den 36 Jahre alten Deutschen mit ägyptischen Wurzeln.

Offenbar kannten Opfer und Täter einander. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Potsdam mitteilen, waren beide bis Mitte des Jahres Arbeitskollegen. Warum beide in Streit gerieten, ist nach wie vor unklar. Der mutmaßliche Täter verweigert bislang die Aussage. Beamte der Mordkommission ermitteln derzeit die Hintergründe der Tat.

Opfer lebte unmittelbar in der Nähe des Tatortes

Bei dem Opfer handelt es sich um einen 60-jährigen gebürtigen Argentinier, der seit mehreren Jahren in Rangsdorf gelebt hat. Sein Wohnhaus befand sich offenbar in unmittelbarer Nähe des Tatortes in der Goethestraße. Dort hatten Passanten am Dienstagabend gegen 18 Uhr einen Streit zwischen beiden Männern in der Nähe des Bahnhofs beobachtet. Auf offener Straße stach der 36-Jährige mehrfach mit dem Messer zu.

Tragödie am Dienstagabend in Rangsdorf (Teltow-Fläming). Auf offener Straße ist ein Mann erstochen worden.

Das Opfer brach kurz vor der Einmündung zur Clara-Zetkin-Straße zusammen. Ein Notarzt versuchte noch, den schwer verletzten Mann wieder zu beleben – jedoch erfolglos. Das Opfer starb an den schweren Stichverletzungen.

Ermittlungen bis tief in die Nacht

Polizisten nahmen den Tatverdächtigen in unmittelbarer Nähe des Tatortes fest. Der in Berlin gemeldete Mann leistete keinen Widerstand. Das Messer wurde ebenfalls nahe des Tatortes gefunden.

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Bis tief in die Nacht riegelten Polizei und Feuerwehr die Goethestraße zwischen Fontaneplatz und Clara-Zetkin-Straße ab. Am Mittwoch erinnerte nur noch Bindemittel der Feuerwehr an die Bluttat. Unterdessen werden erste Forderungen nach Konsequenzen laut.

Streit um Konsequenzen nach der Bluttat

Gemeindevertreter Ralf von der Bank (Allianz für Rangsdorf, AfR) bekräftigte seine Forderung nach einer Videoüberwachung, stärkerer Polizeipräsenz, Schulsozialarbeitern und hellerer Straßenbeleuchtung in Rangsdorf. „Ich weiß nicht, wie oft wir dies auf unterschiedlichen Ebenen angesprochen haben“, heißt es in einer Pressemitteilung. Bürgermeister und Gemeinde seien aufgefordert, alles dafür zu tun, damit sich eine solche Gewalttat nicht wiederholt.

Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) weist die Kritik zurück: „Herr von der Bank tönt öfter mal irgendwas. Ich habe bisher keinen Antrag dazu in der Gemeindevertretung gesehen.“

Von Christian Zielke

Rangsdorf Brutale Messerattacke - Täter und Opfer kannten sich

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