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Rangsdorf Bahnhof Dahlewitz soll für die neue S-Bahn größer werden
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19:04 15.02.2019
Ein Zug der S-Bahnlinie 2 am Bahnhof in Blankenfelde. Bald soll die Linie verlängert werden. Quelle: Christian Zielke (Archiv)
Rangsdorf/Ludwigsfelde

Der Ausbau der S-Bahn nach Rangsdorf wirft seine Schatten voraus. Der Bahnhof Dahlewitz soll deutlich größer werden und Teile der Fernbahn zwischen Dresden und Berlin müssen möglicherweise neu verlegt werden. Das berichtet Rainer Pannier, Vorsitzender der Bürgerinitiative für eine S-Bahn Anbindung Rangsdorf (Bisar). Er hatte Ende Januar an einem Treffen in der Berliner Bahn-Zentrale teilgenommen, zu dem die DB Netz AG einige Beteiligte und Entscheidungsträger eingeladen hatte.

Trassenstudie vorgestellt

Zwar steht noch keine genaue Entwurfsplanung fest, aber die DB Netz AG hat eine Trassenstudie vorgestellt, die ein- und zweigleisige Streckenabschnitte für die neue S-Bahn nach Rangsdorf vorsieht. Der S-Bahn-Haltepunkt Dahlewitz soll auf der Nordseite der Bahnhofstraße errichtet werden. Der Bahnsteig könnte über die Brücke mit dem bestehenden Bahnhof verbunden werden, so dass die Fahrgäste weiterhin auch vom Parkplatz und Wendekreisel im Süden ans Gleis gelangen. „Das erspart eine zusätzliche Fußgängerbrücke“, sagt Pannier.

Im Wald bei Dahlewitz sind die Grundstücksverhältnisse so kompliziert, dass die S-Bahn dort nur eingleisig gebaut werden kann. „Seitens DB Netz wurde angedeutet, dass es zu einer gewissen Verschwenkung der Dresdner Bahn auf die Ostseite kommen wird. Möglicherweise muss auch in geringem Umfang Grunderwerb durchgeführt werden“, erklärt der Bisar-Vorsitzende. Das bedeutet, dass gleichzeitig mit dem Bau der neuen S-Bahn auch an den Schienen der anderen Züge gearbeitet werden könnte.

S-Bahn wegen Mauerbau abgebaut

Zurzeit fahren Güterzüge, Regionalbahnen und ICEs auf den zwei Gleisen. Für die geplante S-Bahn-Erweiterung müssen also in jedem Fall neue Schienen gebaut werden, auch weil der Stromantrieb der Fernzüge nicht mit der S-Bahn kompatibel ist. Bis zum Mauerbau 1961 hatte es mehr als 20 Jahre lang eine S-Bahn-Verbindung von Berlin bis nach Rangsdorf gegeben. Seit der Wiedervereinigung 1990 gibt es bereits Überlegungen, den ehemaligen Zustand wieder herzustellen und die S2 aus Spandau entsprechend zu verlängern.

Wie Pannier berichtet, habe die vorgestellte Trassenstudie im Januar bei allen Beteiligten Zustimmung gefunden. Sie gelte somit als Empfehlung und soll noch im März 2019 konkretisiert werden. Bis die eigentlichen Planungsarbeiten der Architekten und Ingenieure anfängt, kann es aber noch mehrere Monate dauern.

Pannier ist zuversichtlich, denn von allen geplanten S-Bahn-Vorhaben um Berlin sei die Strecke nach Rangsdorf schon am weitesten voran geschritten. In der Trassenstudie würden sich einige Vorschläge von Bisar aus den vergangenen Jahren wiederfinden, sagt Pannier. „Das ist bemerkenswert“, findet er. Die Bürgerinitiative, aus der im Jahr 2002 ein gemeinnütziger Verein entstanden war, kämpft seit vielen Jahren für den S-Bahn-Ausbau nach Rangsdorf.

Ludwigsfelde kämpft auch für S-Bahn

In der Nachbargemeinde Ludwigsfelde blickt man mit gemischten Gefühlen auf die Pläne der Bahn. Andreas Igel, Bürgermeister von Ludwigsfelde (SPD), fordert seit vergangenem Jahr, dass auch seine Stadt eine S-Bahn-Anbindung erhält. „Ich bleibe dabei. Ich gehe davon aus, dass die Entscheidung zum Bau der Bahn nach Rangsdorf auf klaren Zahlen und Fakten beruht. Auch wir haben Zahlen und Fakten und werden versuchen, damit etwas zu erreichen“, sagt er. Gemeinsam mit dem Bürgermeister von Großbeeren, Tobias Borstel (SPD), will er weiter für sein Anliegen kämpfen.

Von Jonas Nayda

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