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Rangsdorf Neue Gedenktafel für Stauffenberg
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19:02 28.11.2018
Mit Unterstützung der EMB konnte die gestohlene Gedenktafel für Stauffenberg ersetzt werden. Quelle: foto: Christian Zielke
Rangsdorf

Der Stauffenberg-Gedenkstein vor der Rangsdorfer Seeschule ist wieder vollständig. Wie die Gemeinde mitteilt, wurde kürzlich eine neue Tafel mit der Erinnerung an den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg montiert. Die bisherige Tafel war im Sommer gestohlen worden.

Genau wie die erste ist auch die neue Tafel eine Spende des Gas- und Stromversorgers Erdgas Mark Brandenburg (EMB). „Wir haben uns bereit erklärt, sie wieder zu beschaffen“, sagt EMB-Sprecher Jochen-Christian Werner. Sie ist diesmal in silberner statt in goldener Farbe gehalten. Der Text ist identisch.

EMB hat Tafel gespendet

„Wir unterstützen gerne die Gemeinden in der Region“, sagt Jochen-Christian Werner. Die Erinnerung an Stauffenberg sei nicht nur für Rangsdorf ein wichtiges Thema. Als Grundversorger für Strom und Gas in Westbrandenburg verstehe EMB sich auch im übertragenen Sinn als Energiepartner der Kommunen, die durch Spenden und Sponsoring unterstützt werden.

2004 hatte die EMB die erste Tafel in Rangsdorf gespendet. Zur feierlichen Einweihung am 60. Jahrestag des Attentats war Stauffenbergs ältester Sohn Berthold von Stauffenberg anwesend. Sein Vater war am 20. Juli 1944 gemeinsam mit seinem Adjutanten Werner von Haeften vom Flugplatz Rangsdorf zu Hitlers Hauptquartier in Ostpreußen aufgebrochen, um den Diktator zu töten. Das Attentat misslang, Hitler überlebte, Stauffenberg und seine Mitstreiter wurden hingerichtet.

Kein Täter ermittelt

Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) würdigt die Attentäter als „mutige Menschen“, die dafür mit ihrem Leben bezahlen mussten. Alljährlich am 20. Juli legen er und viele andere Rangsdorfer Blumen am Gedenkstein nieder.

Anfang August war die Gedenktafel verschwunden. Unbekannte hatten sie samt Schrauben und Dübeln aus dem Stein gerissen. Die Gemeinde hatte Anzeige wegen Diebstahls erstattet. Wie Bürgermeister Klaus Rocher mitteilt, habe die Staatsanwaltschaft das Verfahren mittlerweile eingestellt. Ein Täter wurde nicht ermittelt.

Von Christian Zielke

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