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Rangsdorf Platznot an Grundschulen und Hort
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Platznot an Grundschulen und Hort
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18:59 10.10.2018
Der 1999 errichtete Neubau der Grundschule Rangsdorf soll aufgestockt werden. Quelle: Christian Zielke
Rangsdorf

Der 4. August 2019 wird für die Rangsdorfer Grundschulen zur Nagelprobe. Am ersten Tag nach den Sommerferien werden laut derzeitigem Stand 141 Kinder die ersten Klassen besuchen. Sowohl für die Grundschule Rangsdorf als auch für die in Groß Machnow bedeutet dies, dass sie jeweils drei erste Klassen unterbringen müssen. Beiden Schulen fehlen die Räume dafür.

Am Standort Rangsdorf verschärft im nächsten Schuljahr zudem die Platznot im Hort „Räuberhöhle“. Ab 2019 werden dort Prognosen der Verwaltung zufolge 280 Kinder betreut. Platz ist jedoch nur für 257. Am Dienstagabend im Sozialausschuss stellte Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) mehrere Ideen vor, wie er die Kapazitätsprobleme lösen möchte.

Zusätzliches Stockwerk soll Platz schaffen

Ein Vorschlag sieht vor, den 1999 eröffneten Neubau der Grundschule Rangsdorf umzubauen. Das Architekturbüro Bley hat in einer Machbarkeitsstudie vorgeschlagen, über der Aula ein weiteres Stockwerk zu errichten. Dadurch entstünden zwei zusätzliche Klassenräume. Die bisherige Schulspeisung soll von derzeit 130 auf 200 Quadratmeter vergrößert werden.

Das derzeitige Hortgebäude soll nicht nur brandschutztechnisch modernisiert sondern nach den Vorstellungen der Architekten zu einem Schulgebäude umgebaut werden. Geplant ist, die Außenwände durch neue Holzfertigteile zu ersetzen, wodurch die Räume jeweils um rund zehn Quadratmeter größer würden und den gesetzlichen Anforderungen an Klassenräume entsprechen.

Ehemaliger Penny-Markt als Hort

Klaus Rocher brachte einen weiteren Vorschlag ein. Er schlug vor, den ehemaligen Penny-Markt an der Bergstraße zu einem Hort für rund 120 Kinder umbauen zu lassen und anzumieten. Dies wäre eine sinnvolle Ergänzung zu seinem Vorschlag, die Grundschule in das Oberschulgebäude umzuziehen. „Und wir müssten keine zusätzlichen Container auf dem Grundschulgelände aufstellen“, sagte er. Als temporäre Lösung seien weitere Container für die Schule ansonsten unverzichtbar.

Christine Gladenick, die Leiterin des Hortes kritisierte den Vorschlag: „Ich bin sprachlos, dass man uns nicht in die Diskussion einbezogen hat.“ Bettina Meinert, die Leiterin der Grundschule Rangsdorf, konnte einigen der Vorschläge etwas Positives abgewinnen, kritisierte aber die langwierige Diskussion. „Fakt ist, dass wir 2019 zusätzliche Räume brauchen“, sagte sie.

Dreizügigkeit ist bereits Realität

Detlef Schlüpen (SPD) forderte ein grundsätzliches Bekenntnis der Gemeinde zu einer dreizügigen Grundschule in Rangsdorf. Dies ist laut Schulleiterin ohnehin seit Jahren Realität. „Wahrscheinlich wird das auf Dauer so bleiben“, sagte Bettina Meinert der MAZ. Damit hätten Lehrer und Schüler auch kein Problem. „Wir brauchen einfach nur mehr Räume“, sagt sie. Vor allem an Fachräumen herrscht Mangel.

Weiter schlug Schlüpen vor, den geplanten Hort von 2014 in abgespeckter Form anzubauen oder an die heutigen Bedürfnisse anzupassen. Statt der benötigten 280 Plätze sieht dieser nur 240 vor, weshalb die Kommunalaufsicht einen Kredit versagte. „Für eine vernünftige Lösung müssen wir mit den Eltern über Übergangslösungen und Provisorien reden“, sagte Schlüpen.

Von Christian Zielke

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