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Rangsdorf Gemeinde holt Kinder ins Rathaus
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00:22 03.03.2019
Das Rathaus der Gemeinde Rangsdorf Quelle: Foto: Christian Zielke (Archiv)
Rangsdorf

Die Gemeinde Rangsdorf plant eine Bürgerversammlung der außergewöhnlichen Art. Für Freitag, 5. April, lädt Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) alle Rangsdorfer Kinder und Jugendliche zu sich ins Rathaus ein. Von 15:30 bis 17:30 Uhr findet dort dann die „1. Rangsdorfer Jugend-Zukunftskonferenz 1.0“ statt.

Rocher möchte mit den Kindern und Jugendlichen über die Zukunft der Gemeinde diskutieren. Wie schon bei der Zukunftskonferenz für Erwachsene, die Ende Januar stattgefunden hatte, wird eine Potsdamer Städteplanerfirma die Veranstaltung moderieren.

Rocher will Jugendliche mitnehmen

Der Bürgermeister erhofft sich viel von der Jugend-Zukunftskonferenz. Gemeinsam mit den Jugendlichen will er die Weichen dafür stellen, wie nachfolgende Generationen im Ort leben werden. „Es ist wichtig, die jungen Menschen mitzunehmen“, sagt Rocher. Die genaue Themensetzung überlässt er den Diskussionsteilnehmern. Im Fokus sollen seiner Meinung nach allerdings die Weiterentwicklung des Flächennutzungsplans, also die grob angedachten Pläne für die Natur und Bauland in der Gemeinde, sowie die Möglichkeiten für ein Bürgerhaus stehen.

Diskussion auf Facebook

Kurz nachdem die Veranstaltung von einem FDP-Gemeindevertreter im Internet angekündigt worden war, begannen Rangsdorfer in den sozialen Netzwerken über die Jugendarbeit in ihrer Gemeinde zu diskutieren. Es fehle ein Jugendbeauftragter, schreibt ein Facebook-Nutzer. Ein anderer fordert einen von der Gemeinde bezahlten Sozialarbeiter, der nur für die Jugend zuständig ist. Jürgen Muschinsky, Kreisvorsitzender der Seniorenunion brachte es auf den Punkt: „Politik kann keine Jugendarbeit... Aber sie muss ein Klima schaffen, in dem Jugendarbeit stattfinden kann und nicht mit Vorgaben behindert wird.“

Bürger wollen bessere Angebote für Jugendliche

Bürgermeister Rocher versucht mit seiner Rathaus-Einladung möglicherweise genau das. Die Jugend-Zukunftskonferenz sei keine fixe Idee von ihm, sondern eine logische Folge der Ereignisse aus den vergangenen Monaten, wie Rocher erklärt. Bei einer groß angelegten Bürgerumfrage im Herbst 2018 war herausgekommen, dass viele Rangsdorfer sich bessere Angebote für Jugendliche im Ort wünschen. Dieser Wunsch wurde auch während der ersten Zukunftskonferenz für Erwachsene im Januar thematisiert.

Veränderte Einwohnerbeteiligung

Außerdem hat die Gemeindevertretung vergangene Woche ihre Satzung über die Einwohnerbeteiligung angepasst. Hintergrund ist, dass der Landtag im Sommer ein Gesetz verabschiedet hatte, um Kinder und Jugendliche besser in Gemeindeangelegenheiten mitwirken zu lassen.

„Wir freuen uns auf viele Kinder und Jugendliche, denen die Zukunft Rangsdorfs am Herzen liegt, die mit uns diskutieren und damit auch ihre eigene Zukunft gestalten wollen“, sagt Rocher.

Jugend-Zukunftskonferenz 1.0 am Freitag, 5. April, 15:30 bis 17:30 Uhr im Rathaus Rangsdorf. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Von Jonas Nayda

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