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Rangsdorf Mehr Anerkennung für die Feuerwehr
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Mehr Anerkennung für die Feuerwehr
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19:28 13.07.2018
In der Dorfaue in Groß Machnow pumpte die Feuerwehr die vollgelaufene Kanalisation leer. Quelle: Christian Zielke
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Rangsdorf

Besser hätte der Zeitpunkt kaum gewählt sein können. Stunden bevor der Rangsdorfer Hauptausschuss am Donnerstag über eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung für die freiwilligen Feuerwehren diskutiert hat, kämpften viele der anwesenden Feuerwehrleute gegen die Wassermassen.

Starkregen hatte mehrere Straßen überflutet. Besonders schwer traf es wieder einmal Groß Machnow, wo der Schmutzwasserkanal voll gelaufen war. In mehreren Häusern an der Dorfaue kam die stinkende Brühe aus den Toiletten gelaufen.

Einsatzzahlen sind innerhalb eines Jahres stark gestiegen

„Wie kann man eure Arbeit angemessen honorieren“, wollte der Ausschussvorsitzende Peter Wetzel (Linke) von den Feuerwehrleuten wissen. Hintergrund ist der zur Hauptausschusssitzung vorgelegte Tätigkeitsbericht. Aus diesem ist ersichtlich, dass die Einsatzzahlen von 2016 auf 2017 stark gestiegen sind –von 139 auf 223. Die Wehren von Rangsdorf und Groß Machnow werden immer öfter zu sogenannten technischen Hilfeleistungen alarmiert, etwa bei Verkehrsunfällen, Unwettern oder zur Unterstützung des Rettungsdienstes.

Das Mehr an Arbeit bekommt Robert Hesse, der Ortswehrführer von Rangsdorf, am eigenen Leib zu spüren. Bis zu 20 Stunden in der Woche ist er mit der Nachbereitung beschäftigt – ehrenamtlich. Dafür bekommt er eine monatliche Aufwandsentschädigung von 45 Euro. „Das Private bleibt immer mehr auf der Strecke. Die Bürokratie hat so zugenommen, dass es fast nicht mehr zu leisten ist“, sagte er und appellierte an die Hauptausschussmitglieder, über einen hauptamtlichen Gemeindewehrführer nachzudenken, wie ihn fast alle Kommunen in Teltow-Fläming haben. Dieser wäre bei der Gemeinde angestellt und soll den Ehrenamtlichen bei der organisatorischen Arbeit und der Nachbereitung der Einsätze entlasten.

Hauptamtlicher Wehrführer soll Ehrenamtler entlasten

Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) konnte dem Vorschlag durchaus etwas abgewinnen. Er könne sich einen Teilzeit-Gemeindewehrführer vorstellen, der sich für etwa 20 Stunden in der Woche den Feuewehraufgaben widmet. „Das würde auch das Ordnungsamt entlasten“, sagte Rocher. Dort werden die Feuerwehren derzeit mitbetreut.

Vorschläge der FDP zur Feuerwehr

In einem Antrag schlägt die FDP eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung für die Feuerwehr vor.

Die bisherige Satzung wurde seit 2009 nicht geändert.

Der Gemeindewehrführer soll künftig 140 statt 90 Euro bekommen. Der Stellvertreter, der bisher leer ausging, soll 90 Euro erhalten.

Für den Rangsdorfer Ortswehrführer ist eine Erhöhung von 45 auf 80 Euro vorgesehen. Der Stellvertreter soll 60 Euro bekommen.

In Groß Machnow könnte die Entschädigung für den Ortswehrführer von 35 auf 45 Euro steigen, für den Stellvertreter von Null auf 35.

Die FDP-Fraktion hatte bereits im März in einem Antrag gefordert, die Arbeit der Feuerwehren auch finanziell besser zu honorieren. Die Aufwandsentschädigung soll auf das Niveau vergleichbarer Gemeinden steigen. Der Gemeindewehrführer und die Ortswehrführer sollen mehr Geld bekommen, so auch deren Stellvertreter, die bisher leer ausgingen. Auch für andere Posten schlägt die FDP eine Erhöhung vor, zudem soll die Einsatzstunde künftig mit sechs statt fünf Euro entschädigt werden.

Feuerwehrleute sollen Wünsche und Ideen zu Papier bringen

Die Feuerwehrleute machten immer wieder deutlich, dass das Finanzielle für ihr Engagement nicht ausschlaggebend ist. Dennoch sehe man eine Erhöhung als Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit. Wichtiger sei jedoch eine gute technische Ausstattung. Christian Mahn, Ortswehrführer von Groß Machnow, schlug eine Beteiligung der Gemeinde bei Fahrsicherheitstrainings vor. Andere Feuerwehrleute könnten sich einen Zuschuss für ein Sportstudio oder Schwimmhallenbesuche vorstellen. Noch während der Sommerpause, so der Wunsch des Ausschusses, sollen die Feuerwehrleute ihre Wünsche und Ideen aufschreiben und der Gemeindevertretung mitteilen.

Von Christian Zielke

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