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Rangsdorf Fontane-Gymnasium führt „West Side Story“ auf
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Fontane-Gymnasium führt „West Side Story“ auf
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05:21 26.10.2018
Der Musicalkurs des Fontane-Gymnasiums probt die Choreographie für "West Side Story". Quelle: Christian Zielke
Rangsdorf

 Romeo und Julia, die wohl größte Liebesgeschichte der Welt, übertragen ins New York der 1950er Jahre – das ist „West Side Story“. Der Musical-Seminarkurs des Rangsdorfer Fontane-Gymnasiums bringt das Stück rund um die rivalisierenden Jugendgangs der „Jets“ und der „Sharks“ und die Tragödie des Liebespaares Maria und Tony im kommenden Jahr auf die Bühne.

In dieser Woche treffen sich die Darsteller täglich zum Proben. Unter der Leitung von Musiklehrer Frank-Reiner Nowakowski und Regisseurin Kimberley Nelson studieren sie die Tanzschritte ein.

Emanzipierte Frauen auf der Bühne

Neidisch auf ihre Mitschüler, die ihre freien Herbstferien genießen, ist Emily Sorbe nicht. „Ich stehe gern auf der Bühne“, sagt sie, auch wenn die Bühne noch der Fußboden der Turnhalle ist. Stolz ist sie auf ihre Rolle der Anita. „Das ist eine der ersten emanzipierten Frauenrollen in der Musical-Geschichte“, sagt sie.

Die Schülerin möchte später Media Acting und Moderation studieren, da ist das Musical eine sehr gute Übung. Selbst die Kuss-Szenen seien nach mehrmaligem Üben kein Problem mehr: „Die Hemmschwelle sinkt mit der Zeit“, sagt sie.

Hinter den Kulissen muss alles passen

Frank-Reiner Nowakowski legt nicht nur großen Wert darauf, dass auf der Bühne alles funktioniert. Auch hinter den Kulissen und drumherum muss es stimmen. Zum mehr als 50-köpfigen Musical-Tross gehören Manager, Öffentlichkeitsarbeiter und Techniker. Emilia Herrmann ist als Stage Managerin besonders gefragt. Die Elftklässlerin schreibt den Ablaufplan im Script, besorgt Requisiten und hält Kontakt zu Schauspielern, Regie und Musik. „Ich bin das Mädchen für alles“, sagt sie.

Nach „Das Geheimnis des Edwin Drood“ hatte sich Frank-Reiner Nowakowski für einen Stilbruch entschieden. Es sei Zeit für einen Klassiker gewesen, da habe „West Side Story“ sehr gut gepasst, zumal sein Schöpfer, der Komponist und Dirigent Leonard Bernstein, in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.

Elemente aus Jazz, Oper und lateinamerikanischen Tänzen

„Das Stück ist interessant und voller guter Dialoge“, sagt der 57-Jährige. Dazu kommt die temporeiche Musik mit Elementen des Jazz, der Oper und der lateinamerikanischen Tanzmusik. „Den Zuschauer erwartet eine fantastische virtuos spielende Band, eine schwungvolle, tiefgreifende Geschichte und eine enorme Spielfreude der Schüler“, sagt Nowakowski.

Regisseurin Kimberley Nelson und Musiklehrer Frank-Reiner Nowakowski sorgen für den richtigen Ablauf der "West Side Story". Quelle: Christian Zielke

Für Regisseurin Kimberley Nelson ist das zunächst viel Arbeit, auch wenn die Lieder weltweit bekant sind. „60 Prozent des Stücks sind Choreographie“, sagt sie und muss darauf achten, dass die Schritte stimmen und keiner seinen Einsatz verpasst. „Ich will Energie sehen“, ruft sie ihren Darstellern zu.

Premiere ist am 24. Januar

In den vergangenen Tagen sei das Ensemble zu einer Einheit gereift, sagt Frank-Reiner Nowakowski. „Jeder kann sich auf den anderen verlassen und man verzeiht sich kleine Fehler. Das ist Schule im besten Sinne.“ Er ist zuversichtlich, dass seine Schüler die Premiere am 24. Januar im See-Hotel zu einem besonderen Abend machen.

Von Christian Zielke

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