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Rangsdorf Rangsdorfer wollen Zuzug begrenzen
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06:22 21.01.2019
Rund 70 Rangsdorfer Bürger beteiligten sich aktiv an der ersten Zukunftskonferenz im Rathaus. Quelle: Jonas Nayda
Rangsdorf

Die Rangsdorfer Bürger nehmen das Schicksal ihrer Gemeinde in die eigene Hand. Bei der ersten Rangsdorfer Zukunftskonferenz im Rathaus einigten sich die rund 70 engagierten Diskussionsteilnehmer auf neun Themen, die besonders wichtig für ihren Ort sind. Dies das Einwohnerwachstum, das Wohnen in der Gemeinde, der Verkehr, der See und die Zukunft des Bücker-Geländes sowie die Angebote für Kinder und Jugendliche, Kultur, Gewerbe und die Frage der Bürgerbeteiligung.

Einwohnerwachstum soll begrenzt werden

Zuzug findet statt, das können wir nicht verhindern. Aber wir können ihn gestalten“, so lautet die Quintessenz des wohl am meisten diskutierten Themas des Tages, dem Einwohnerwachstum. Rangsdorf wächst, das hatte Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) zu Beginn der Zukunftskonferenz noch einmal deutlich gemacht. Seit dem Jahr 2003 kamen etwa 3000 neue Einwohner in die Gemeinde. Aktuell wohnen rund 11.400 Menschen in Rangsdorf.

Viele Einwohner befürchten, dass durch weiteres Bevölkerungswachstum die Verkehrsprobleme im Ort größer werden und der grüne Charakter der Gemeinde verloren geht, wenn immer mehr neue Häuser gebaut werden. Deshalb lautet eines der Ergebnisse zum Thema „Zuzug“, eine Zielgröße zu definieren, über die hinaus es kein weiteres Bevölkerungswachstum geben soll. 13.000 oder 14.000 wurden als Zahl in den Raum gestellt.

Gemeinde soll Regeln für Bebauung deutlicher festlegen

Wo viele Menschen hin ziehen, müssen attraktive Angebote geschaffen werden. Das gilt auch für diejenigen, die bereits in der Gemeinde leben. „Viele junge Leute ziehen weg, weil sie in Rangsdorf nichts finden. Auch alte Menschen, die aus ihrem Haus raus müssen, finden keine günstige Mietwohnung mit entsprechendem Umfeld“, sagt ein Diskussionsteilnehmer.

Doch wie behält man auf der einen Seite den Bevölkerungswachstum unter Kontrolle und schafft gleichzeitig bessere Wohnbedingungen für Jung und Alt? Bebauungspläne zu den Gebieten, in denen Neubauten denkbar wären, könnten eine Lösung sein. Dann würde von vornherein geregelt sein, in welcher Form Häuser entstehen können. In einem Bebauungsplan könnte die Gemeinde festlegen, dass auch günstige Mietwohnungen oder sozialer Wohnungsbau stattfinden muss.

Radwege sollen ausgebaut werden

Rangsdorfs Straßen sind an vielen Stellen überlastet, da waren sich am Sonnabend alle Diskussionsteilnehmer einig. „Wir wollen versuchen, den individuellen Autoverkehr zu reduzieren“, lautet eines der Ergebnisse der Konferenz. Dafür sei es zum Beispiel nötig, die Radwege vor allem in Richtung Dahlewitz und Blankenfelde sowie zwischen Groß Machnow und Zossen auszubauen. Außerdem schlugen einige Bürger vor, auf den Straßen im gesamten Ort Tempo 30 durchzusetzen, damit Fußgänger und Radfahrer sicherer unterwegs sein können.

Bürgermeister Klaus Rocher, der zu der Konferenz eingeladen hatte, versprach, die Themen im Blick zu behalten. „Wir werden es auswerten und dann zu bestimmten Themen weiter machen.“. Außerdem forderte er die engagierten Rangsdorder auf, bei der Kommunalwahl im Mai zu kandidieren.

Von Jonas Nayda

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