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Rangsdorf Streit um Sportplatz Groß Machnow
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19:29 26.02.2019
Mirko Sänger, hier am Sportplatz in Groß Machnow, setzt sich für den Ausbau der Sportstätten in Rangsdorf ein. Quelle: Jonas Nayda
Groß Machnow

Mirko Sänger ist sauer. Er kämpft seit Jahren für die Sportvereine in Rangsdorf, aber er fühlt sich von der Gemeinde im Stich gelassen. „Wir reichen immer wieder die Hand, aber vom Bürgermeister kommt keine Hilfe“, sagt Sänger.

Vergangene Woche war es im Rathaus zu einem verbalen Schlagabtausch gekommen. Streitpunkt war der Ausbau des Sportplatzes in Groß Machnow. Dort müssten dringend weitere Umkleidekabinen und Duschen gebaut werden, sagt Sänger, der zweiter Vorsitzender des Fußballvereins Eintracht Groß Machnow ist.

Ausbau nicht möglich

Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) hatte vom Landkreis jedoch einige Hinweise bekommen, die den Bauplänen im Wege stehen. Es sei laut Baubehörde nicht möglich, das Sporthäuschen zu erweitern.

Der Sportplatz in Groß Machnow mit dem Sportlerhäuschen rechts. Quelle: Jonas Nayda

„Das war auch überhaupt nicht das, was wir wollten“, sagt Mirko Sänger auf MAZ-Nachfrage. Das Sportlerhäuschen sollte nicht erweitert werden, sondern nur das Dachgeschoss sollte ausgebaut werden. Das Missverständnis ist laut Sänger ein deutliches Zeichen dafür, dass die Kommunikation zwischen Bürgermeister und Sportvereinen im Ort gestört sei. Dabei sind die Vereine auf die Gemeinde angewiesen. Sie alle pachten ihre Sportplätze bei der Gemeinde. Ohne deren Zustimmung und Hilfe können die Vereine keine großen Veränderungen vornehmen.

Vier größte Vereine tun sich zusammen

Im vergangenen Jahr haben sich die vier größten Rangsdorfer Sportvereine in einer „Arbeitsgemeinschaft Sport für Rangsdorf“ (Arge) zusammengetan, um gemeinsam den Sport in der Gemeinde voran zu treiben. Auch Mirko Sänger und Eintracht Groß Machnow sind Teil der Arge. „Wir arbeiten alle ehrenamtlich und investieren viel Zeit in diese Sache. Deshalb finde ich es wirklich schade, wie der Bürgermeister mit uns umgeht“, sagt er.

Durch den Zuzug von immer mehr Menschen wächst Rangsdorf seit Jahren. Davon profitieren auch die Vereine im Ort, die immer mehr Mitglieder zählen. Aber die Kapazitäten sind begrenzt. Das weiß auch Bürgermeister Rocher. Er verweist auf die Kosten, die eine Erweiterung der Sportstätten mit sich bringen würden. „Man muss gucken, was genau gewollt ist. Bauanträge zu erarbeiten kostet eine Menge Geld“, sagt er. Seine Voranfrage beim Landkreis zum Sportplatz Groß Machnow habe nur dazu gedient zu klären, was überhaupt möglich ist.

Kein Gesprächsbedarf

Auf Mirko Sängers Frage, warum er nicht mit Vertretern der Arge in Kontakt getreten sei, antwortete Rocher, dass Bedienstete der Gemeinde regelmäßig mit den vier größten Vereinen des Ortes sprechen würden. Ein Termin mit der Arge würde sich daher erübrigen.

Doch nicht nur in Groß Machnow besteht Redebedarf. Andreas Nickel, Vorsitzender des SV Rangsdorf forderte den Bürgermeister während der Gemeindevertretersitzung am vergangenen Donnerstag ebenfalls auf, das Gespräch zu suchen. Er betonte, dass die Arge alleine für rund 1800 betroffene Rangsdorfer sprechen würde, die direkt oder indirekt am Vereinsleben teilhaben.

Flächennutzungsplan ist eine Chance

Nachdem Jan Hildebrandt (SPD), Vorsitzender der Gemeindevertretung klar gestellt hatte, dass ein Gesprächstermin mit Bürgermeister und Arge vereinbart wird, gab es ein weiteres positives Zeichen für die Sportler. Die Gemeindevertreter stimmten dafür, eine Änderung des Flächennutzungsplans in Gang zu setzen. Damit könnte in Zukunft das Waldgebiet verkleinert werden, das den Sportplatz in Groß Machnow zur Zeit begrenzt und Bautätigkeiten verhindert. Allerdings zieht sich der Prozess der Planänderung voraussichtlich noch bis ins nächste Jahr hin.

Von Jonas Nayda

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