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Rangsdorf Am See wird der Müll nicht weniger
Lokales Teltow-Fläming Rangsdorf Am See wird der Müll nicht weniger
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05:14 08.10.2018
Einer von vier mit Müll gefüllten Pkw-Anhängern mit Mitgliedern des Anglervereins und den fleißigen Helfern. Quelle: Frank Nerlich
Rangsdorf

Am Samstag sammelten Mitglieder des 90-jährigen Anglervereins Rangsdorfer See e.V. den Müll rund um den See ein und entsorgten diesen auf eigene Kosten. Unterstützt wurden sie durch die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke (CDU) und weitere Rangsdorfer CDU-Mitglieder. Dieser Tag findet einmal im Jahr statt, und das bereits seit 1990. Bei anderen Vereinen des Landkreises gibt es solche Aktionen nicht oder zumindest nicht so regelmäßig.

„Im Schnitt werden drei bis vier große Pkw-Anhänger Müll je Aktion eingesammelt. Dieses Jahr war es besonders schlimm“, sagt Jürgen Enderlein, Heimwart im Verein. „Viele Gartenstühle, eine ganze Sitzbank, Angelsehnen, Flaschen waren dabei“, resümiert er, „aber auch Relikte längst vergangener Zeiten, nämlich Schrott der damals am See stationierten Sowjetarmee, wurde gefunden.“

Erschrocken über das Verhalten der Menschen

„Mehr Kontrollen von staatlicher Seite müssten stattfinden“, fordert Roy Riedel, der Vereinsvorsitzende. „Anders wird man dem nicht Herr. Mein Eindruck ist, dass der Müll nicht weniger wird. Es ist seit Jahren ein anhaltend gleiches Aufkommen – direkt am See, aber auch entlang der Wege. Es wird einfach nicht weniger!“, bedauert er. Roy Riedel ist dieses Jahr froh über spontane Hilfe von außen: „Die CDU-Ortsgruppe sprang uns bei. Das sind die ersten Helfer außerhalb unseres Vereins, die bereit waren, uns zu unterstützen.“ So konnte mit 20 Helfern gestartet werden, sonst wären es nur zehn gewesen. „Das finden wir toll, wir haben dadurch mehr geschafft.“

Die Rangsdorferin und Bundestagsabgeordnete Jana Schimke findet diese Aktion wunderbar. „Freunde machten mich darauf aufmerksam, dass viel Müll am See liegt. Den Umwelttag gemeinsam durchzuführen, lag da nahe“, sagt sie und ergänzt: „Ich bin über das Verhalten mancher Menschen erschrocken, die hier ihren Müll hinterlassen, wenn sie unsere Natur nutzen.“

Auch Schwarzangler werden immer wieder erwischt

Auf den Vorschlag, einen Umwelttag per Gesetz einzuführen, antwortet sie: „Weniger Gesetze sind mehr. Hier geht es um gesunden Menschenverstand, Ordnung und Anstand.“ Das, sagt sie, seien Werte, die nicht verordnet werden müssten. „Verbote führen nicht zum Umdenken. Dafür haben wir uns heute stark gemacht und ich hoffe, dass wir nächstes Jahr noch mehr Mitstreiter finden“, so Schimke.

Immer wieder würden auch Schwarzangler erwischt, berichtet Jürgen Enderlein, der die Fischereiabgabemarken und die Angelkarten verkauft, so dass jeder im See legal angeln kann. 

Von Frank Nerlich

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