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Rangsdorfer Ladestraße zu eng für Brummis

Unternehmer ärgert sich über Aufpflasterung Rangsdorfer Ladestraße zu eng für Brummis

Schlechte Stimmung im ältesten Gewerbegebiet Rangsdorfs: Seit dem Bau des Tunnels zwängen sich die Lkw durch ein Nadelöhr. Unternehmer Michael Kalusa fürchtet, dass die Gemeinde die mehr als zehn Betriebe verdrängen möchte. Die Bahn bietet zumindest eine Zwischenlösung des Problems an.

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Nur 2,60 Meter: Michael Kalusa und Jürgen Muschinsky haben nachgemessen.

Quelle: Zielke

Rangsdorf. Schmale 2,60 Meter misst die Ladestraße in Rangsdorf an ihrer engsten Stelle. In einer Anwohnerstraße wäre das wahrscheinlich kein Problem, doch ein großer Teil des Verkehrs auf der Straße sind Lkws.

Michael Kalusa, der Geschäftsführer eines großen Saatguthandels, fühlt sich von Bahn und Gemeinde abgehängt. „Die Straße war schon immer eine Katastrophe, aber seitdem der Tunnel gebaut wurde, ist es noch schlimmer“, sagt er. Als sei die enge Kurve an der Feuerwehr nicht schon genug, ärgern ihn vor allem die Lärmschutzwände und eine Aufpflasterung. Diese führt zu einer Tür, hinter der sich ein Stromkasten befindet. Dort ist die Straße kaum breiter als ein Lkw. Dahinter wird es allerdings kaum besser. Bei nur 3,90 Metern Breite auf rund 200 Metern Länge fährt jedes Mal die Hoffnung mit, dass von vorne niemand kommt. Rückwärtsfahren sei bei langen Zugmaschinen kaum möglich.

Unternehmer fühlt sich vernachlässigt

Wo vorher immerhin noch eine Ausweichstelle war, stehen jetzt Bäume. Michael Kalusa glaubt an eine bewusste Fehlplanung der Gemeinde. Diese habe bei den Tunnelplanungen den Verkehr des Gewerbegebiets absichtlich vernachlässigt. „Ich habe das Gefühl, dass man uns verdrängen will“, sagt er. Uns, das sind mehr als zehn Unternehmen in einem Gebiet, das seit Jahrzehnten gewerblich genutzt wird.

Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) weist diesen Vorwurf zurück. Die Ladestraße sei schon immer so schmal gewesen. Aufgefallen ist das erst, als die Bahn die Lärmschutzwände aufstellen ließ. „Dort verläuft die Grenze zwischen dem Land der Bahn und dem der Gemeinde“, sagt er. Bisher seien die Lkws immer über Bahngelände gefahren. Eine Verbreiterung der Straße hält Rocher für schwierig, weil man dann die alten Eisenbahnerhäuser oder die Lärmschutzwand abreißen müsste. Er schlägt stattdessen Verkehrsschilder vor, die auf die Wartepflicht hinweisen. „Auch eine Ampel wäre möglich“, sagte er.

Bahn schließt Verbreiterung aus

Auch bei der Bahn schließt man eine Verbreiterung der Straße aus. Michael Bung, der Projektleiter für den Ausbau der Berlin-Dresdner-Bahn, hält einen Abriss der Aufpflasterung für unnötig: „Dadurch würde man nur 75 Zentimeter Platz gewinnen.“

Diese Position hat die Bahn bei einem Vor-Ort-Termin in Rangsdorf noch einmal bestätigt. Als Zwischenlösung hat die Bahn jedoch versprochen, die Bordsteinkante an der Engstelle zu entschärfen. Michael Kalusa fürchtet, dass mit der geplanten Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes und dem Bau von Parkplätzen neue Hindernisse die Ladestraße verstopfen.

Von Christian Zielke

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