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Rangsdorfer Laternen sollen leuchten

Streit um Beleuchtung in Wohngebiet Römerschanze Rangsdorfer Laternen sollen leuchten

Im Rangsdorfer Wohngebiet Römerschanze gibt es Streit um die Straßenlaternen. Die könnten abgeschaltet werden. Anwohner wehren sich dagegen. Hintergrund ist ein Streit darum, wem die Laternen gehören und wer sie bezahlt.

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Rangsdorf. Noch leuchten die Straßenlaternen im Wohngebiet Römerschanze in Rangsdorf. Geht es nach Bürgermeister Klaus Rocher, könnte es zwischen Clematisring, Wacholder- und Anemonenstraße aber bald dunkel bleiben. Die Laternen gehören nicht der Gemeinde, sondern immer noch der Baufirma Interhomes, die das Gebiet Mitte der 90er Jahre errichtet hat.

Am Dienstag traf sich der Rangsdorfer Bauausschuss, um über das Thema zu beraten, das mittlerweile die Bürger auf die Barrikaden gebracht hat. Einer von ihnen ist Kurt Nippe. Er wohnt seit 13Jahren im Clematisring und hat wenig Verständnis für die Pläne der Gemeinde, die Laternen künftig abzuschalten. 65 Unterschriften haben er und seine Mitstreiter schon gesammelt. „Es wird Zeit, dass die Fehler von damals abgestellt werden“, sagt Nippe.

Bürgermeister Klaus Rochter räumt ein, dass Fehler passiert sind. „In den 90er-Jahren war vieles anders“, sagt er. Die Gemeinde hatte es damals versäumt, die Straßen samt Beleuchtung und Entwässerung von Interhomes abzunehmen. Baumängel und ungeklärte Dienstbarkeiten verhinderten, dass die von Interhomes gebauten Straßen öffentlich gewidmet wurden. Nun zahlt die Gemeinde 2000 Euro pro Jahr für Laternen, die ihr nicht gehören. „Wir begünstigen eine private Firma“, sagt Rocher.

Schon mehrfach habe die Gemeinde die Baufirma aufgefordert, die Mängel zu beseitigen. Besonders die Regenentwässerung macht Probleme. Die Rigolen, in denen das Wasser versickern soll und die Laternen befinden sich zum Teil auf den Privatgrundstücken. Dort darf die Gemeinde nicht einfach buddeln. Auf einigen der Rigolen stehen mittlerweile Carports. Die Auswirkungen bekommt Kurt Nippe zu spüren, wenn es mal wieder länger und stärker regnet: „Dann steht das Wasser vor meiner Haustür.“ Auf der Bauausschusssitzung forderte er die Gemeinde auf, Interhomes einen verpflichtenden Termin zur Beseitigung der Mängel und zur Abnahme der Straßen zu setzen. „Eine solche Frist wäre juristisch bindend“, sagt er.

Bis die Mängel beseitigt sind, soll die Gemeinde außerdem einen Geldbetrag als Sicherheitsleistung fordern. Bürgermeister Rocher hofft, dass sich Interhomes dem öffentlichen Druck beugt. „Wir sollten alle an einem Strang ziehen.“ Zur Sitzung des Bauausschusses im November soll der Interhomes-Geschäftsführer eingeladen werden.

Von Christian Zielke

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