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Rangsdorfer Seniorentreff vor ungewisser Zukunft

Streit zwischen ASB und Gemeinde Rangsdorfer Seniorentreff vor ungewisser Zukunft

Um die Zukunft des Rangsdorfer Seniorentreffs bahnt sich ein Streit zwischen ASB und Gemeinde an. Nach der Kündigung des Vertrags möchte der Sozialverband die Räume gern an die Kommune vermieten. Die möchte jedoch nur einen Zuschuss bezahlen. Der ASB lehnt das ab, hat jedoch einen Plan B für die Räume.

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In dem Gebäude an der Seebadallee betreibt der ASB neben dem Seniorentreff auch eine Tagespflege und eine Sozialstation.

Quelle: Christian Zielke

Rangsdorf. Der Seniorentreff in Rangsdorf steht vor einer ungewissen Zukunft. Nach zehn Jahren hat der Arbeiter-Samariterbund (ASB), dem das Gebäude an der Seebadallee gehört, den unentgeltlichen Nutzungsvertrag mit der Gemeinde nicht verlängert. Dieser läuft zum 31. August aus. Stattdessen bietet der ASB der Gemeinde an, die Räume der Begegnungsstätte zu mieten. Gleichzeitig wäre der Sozialverband bereit, den Treff weiter zu betreiben, wenn dies vertraglich geregelt ist.

Im Sozialausschuss stieß das Mietangebot am Donnerstag auf breite Ablehnung. Peter Wetzel (Linke) und Tassilo Soltkahn (CDU) sprachen sich für ein Betreibermodell aus. Demnach erhält der ASB für die Weiterführung des Seniorentreffs einen Zuschuss zu den Betriebskosten. Ähnlich macht es die Gemeinde beim Jugendclub Joker, der vom DRK betrieben wird. „Wir müssen uns fragen, ob wir wirklich die gesamte Fläche brauchen“, sagte Peter Wetzel. Für die 350 Quadratmeter wären pro Jahr 24 000 Euro Miete fällig. Auch Tassilo Soltkahn regte an, ob es nicht auch mit weniger Platz funktionieren könnte.

Detlef Schlüpen (SPD) kritisierte die unterschiedlichen Aussagen in den Beschlussunterlagen. Der Seniorenbeauftragte Axel Claus hatte sich offenbar gegen das Miet-Modell ausgesprochen. Diese Aussage ließ sich jedoch nur in den nichtöffentlichen Unterlagen nachlesen. In der offiziellen Empfehlung der Verwaltung heißt es nur vage, dass der Bürgermeister empfiehlt, die Begegnungsstätte weiter zu betreiben und dafür Geld im Haushalt bereit zu stellen.

Wie genau er sich den Weiterbetrieb vorstellt, dazu wollte sich Klaus Rocher (FDP) nicht äußern. „Unsere Position als Gemeinde ist geheim“, sagte er auf MAZ-Nachfrage. Zudem seien noch einige brandschutzrechtliche Fragen offen. Würde die Gemeinde die Räume selbst mieten, müsste sichergestellt sein, dass die Fluchtwege durch die Räume der ASB-Tagespflege und -Sozialstation jederzeit zugänglich sind. Den Nutzern des Seniorentreffs müssten Untermietverträge angeboten werden. Außerdem hat die Gemeinde keine Personalstelle für die Seniorenarbeit im Haushalt eingeplant.

Beim ASB hält man von einem möglichen Angebot der Gemeinde, sich an den Betriebskosten zu beteiligen, nichts. „Das kommt für uns nicht in Frage. Die Gemeinde kann nicht über fremdes Eigentum verfügen“, sagte Geschäftsführer Michael Braukmann. Es sei nicht Aufgabe des ASB, die Seniorenarbeit der Gemeinde zu übernehmen. In den vergangenen zehn Jahren habe man dies gemacht, weil sich die Gemeinde mit 100 000 Euro an der Sanierung beteiligt hatte. Nun müssten sich die Verantwortlichen in Rangsdorf überlegen, wie sie die Seniorenarbeit in Zukunft gestalten wollen. Dazu können die bisherigen Räume genutzt werden, „wenn es eine anständige Finanzierung gibt“, so Braukmann. Sei dies nicht gewünscht, kann sich der ASB auch vorstellen, dort einen eigenen Seniorentreff zu schaffen – allerdings im kleineren Rahmen und mit weniger Räumen. Braukmann erklärte sich zu Gesprächen mit dem Sozialausschuss bereit.

Von Christian Zielke

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