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Rangsdorfer Weg wird ausgebaut

Dahlewitz Rangsdorfer Weg wird ausgebaut

Wer zum Dahlewitzer Friedhof oder zu Fußballplatz des SV-Blau-Weiß möchte, muss über den Rangsdorfer Weg fahren. Nun möchte die Gemeinde die Sandpiste asphaltieren und 77 Parkplätze anlegen. Nach kontroverser Debatte, entschied sich die Gemeindevertretung auf für den Bau eines Gehwegs. Diesen hatte der Ortsbeirat zuvor als überflüssig abgelehnt.

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Der Fußballverein SV Blau-Weiß Dahlewitz ist einer der Hauptnutzer des Rangsdorfer Wegs. Straße und Parkplätze sollen befestigt werden.

Quelle: Foto: Zielke

Dahlewitz. Friedhofsbesucher und Fußballer zählen zu den wichtigsten Nutzern des Rangsdorfer Wegs in Dahlewitz. Nun soll die Straße ausgebaut und 77 Parkplätze gebaut werden. Das hat die Gemeindevertretung auf ihrer jüngsten Sitzung am Donnerstag beschlossen.

Anders als vom Ortsbeirat favorisiert, soll die Straße einen rund 130 Meter langen Gehweg bekommen. Damit schloss sich die Gemeindevertretung mit knapper Mehrheit dem Votum des Bauausschusses an. Dieser hatte am 6. April in einer gemeinsamen Sitzung über den Straßenbau diskutiert. Beide Gremien waren in der Frage, ob ein Gehweg nötig ist, zu unterschiedlichen Auffassungen gekommen.

Ortsbeirat möchte 52 000 Euro einsparen

Hans-Jürgen Schley, SPD-Gemeindevertreter und Vorsitzender des Fußballvereins Blau-Weiß Dahlewitz, der einer der wichtigsten Nutzer der Straße ist, hielt einen Gehweg für unnötig. „Es gibt dort keinen Durchgangsverkehr“, sagte er. Zu Trainings und Punktspielen, wenn der Verkehr etwas stärker ist, sei es bisher noch nicht zu gefährlichen Situationen mit Kindern gekommen. „Die Sportler achten aufeinander. Da rast keiner“, sagte er. Der Ortsbeirat habe sich bewusst dafür entschieden, die 52 000 Euro für den Gehweg einzusparen. Auch die Beleuchtung solle nicht so üppig ausfallen wie geplant, statt die Parkplätze komplett mit Pflastersteinen anzulegen, könne man auch Rasengittersteine nehmen, die preiswerter sind und weniger Fläche versiegeln. Ein anderes Straßenprofil soll zudem die Regenentwässerung günstiger machen.

Nicht alle Gemeindevertreter mochten dieser Argumentation folgen. Anke Scholz (Linke) hielt einen Gehweg für sinnvoll. Vera Hellberg (SPD) und Gregor Schiller (fraktionslos) sprachen sich ebenfalls dafür aus. „Die Kinder sollen sicher zum Training kommen“, sagte Vera Hellberg.

BVBB-WG regt verkehrsberuhigten Bereich an

Unterstützung für die Position des Ortsbeirats äußerte Matthias Stefke (BVBB-WG): „Ich erwarte von einem Ortsbeirat, dass er sparsam mit dem Geld der Gemeinde umgeht.“ Sein Fraktionskollege Gerrit Schrader regte an, den Rangsdorfer Weg als verkehrsberuhigten Bereich auszuschildern. Dann müssten Autos Schrittgeschwindigkeit fahren und ein Gehweg wäre überflüssig.

Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) kritisierte vor allem das Verhalten von Bärbel Krügener (CDU), die sich sowohl im Ortsbeirat als auch in der Gemeindevertretung gegen den Gehweg ausgesprochen hatte und in der selben Sitzung gegen die Fortführung des Rathaus-Projektes gestimmt hatte. „Wer auf der einen Seite drei Millionen Euro zum Fenster rauswirft und gleichzeitig ein paar Tausend Euro an der Sicherheit von Kindern einsparen will, macht sich unglaubwürdig. Ich weiß nicht, wie man das seinen Wählern erklärt.“

Von Christian Zielke

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