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Rangsdorfs Bürgermeister droht mit Dunkelheit

Unsichere Straßenbeleuchtung Rangsdorfs Bürgermeister droht mit Dunkelheit

Schlimmstenfalls könnten schon bald sämtliche Straßenlaternen in Rangsdorf abgeschaltet werden. Sie wurden in den vergangenen Jahren offenbar nur unzureichend überprüft. Weil er die Sicherheit nicht gewährleisten kann, droht Bürgermeister Klaus Rocher nun mit diesem drastischen Schritt.

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2012 bekam die Seebadallee neue Laternen. Ob sie auch abgeschaltet werden, wir die Gemeinde nun prüfen.

Quelle: Christian Zielke

Rangsdorf. Zu einer drastischen Maßnahme könnte Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) in der kommenden Woche greifen. Sollte sich herausstellen, dass die Straßenbeleuchtung im Ort in den vergangenen Jahren nicht wie vorgeschrieben überprüft und gewartet wurde, werden sämtliche Laternen abgeschaltet. Das kündigte Rocher am Donnerstagabend in der Gemeindevertretung an.

Abschaltung war für Sonnabend geplant

Ursprünglich war die Abschaltung bereits für den heutigen Sonnabend geplant. Da der Bürgermeister am Freitagvormittag einen wichtigen Termin hatte, wird er jedoch erst Anfang kommender Woche dazu kommen, die Prüfprotokolle zu sichten. Dann soll von Fall zu Fall entschieden werden. Sollten diese nicht vorliegen, bleibt es dunkel – aus Sicherheitsgründen. „Als Bürgermeister hafte ich persönlich, wenn etwas passiert“, sagte Rocher in der Gemeindevertretung. Vorstellbar sei etwa, dass Laternenmasten unter Strom stehen, wie dies im Oktober vorigen Jahres in Klein Kienitz der Fall war. Seitdem hat die Gemeinde damit begonnen, die Beleuchtung zu überprüfen. Im Juni hatte Rocher die Beleuchtung rund um die Winterfeldallee abschalten lassen, nachdem schwere Mängel an der Elektrik zutage getreten waren. Da viele Leuchten und Kabel in Rangsdorf noch aus DDR-Zeiten stammen, müsse man mit ähnlichen Problemen rechnen.

Gemeindevertretung bewilligt Überprüfung

Die Gemeindevertretung bewilligte einstimmig eine überplanmäßige Ausgabe von 97 000 Euro, um die Beleuchtung im gesamten Ort überprüfen und die defekten Laternen in Klein Kienitz reparieren zu lassen. Zudem wurde die Anschaffung einer Hebebühne beschlossen, die den Bauhof dabei unterstützen soll. Einen zusätzlichen Elektriker hingegen verweigerten die Gemeindevertreter. Den hätte sich der Bürgermeister als Unterstützung für den seit März tätigen Meister gewünscht, der mit der Arbeit kaum hinterherkommt. Dessen Vorgänger war mit der vorgeschriebenen Überprüfung nicht mehr nachgekommen, da er bis zu seiner Pensionierung längere Zeit krankgeschrieben war. Eine zusätzliche Stelle hatte die Gemeindevertretung bei den Haushaltsberatungen für 2015 nicht bewilligt. „Wenn Sie das Geld nicht bereitstellen, ist das Ihre Verantwortung“, sagte Rocher an die Adresse der Gemeindevertreter.

Er räumte aber auch die eigene Verantwortung für die nachlässige Kontrolle der Straßenbeleuchtung ein: „Ich hätte mir die Protokolle schon im Januar vorlegen lassen sollen.“ Dann hätte er aber auch in der dunklen Jahreszeit die Laternen abschalten lassen müssen.

Abgeordnete kritisieren fehlende Kontrolle

Detlef Schlüpen (SPD) kritisierte fehlende Kontrolle durch den bisherigen Elektriker, aber auch dessen Arbeit. „Wer hält den Kopf dafür hin?“, fragte Schlüpen.

„Wer Schuld daran hat, muss man in den nächsten Wochen klären“, sagte Andreas Muschinsky (CDU). Peter Wetzel (Linke) forderte die Verwaltung auf, in den Haushaltsplänen der kommenden Jahre mehr Geld für die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung der Straßenbeleuchtung einzuplanen.

Zusätzlicher Elektriker abgelehnt

Da die Gemeindevertretung keinen zusätzlichen Elektriker einstellen wollte, müssen in den kommenden Wochen Leistungsverzeichnisse für die Überprüfung der Beleuchtung im gesamten Ort erstellt werden. Da die Verwaltung dies nicht schafft, beauftragt sie externe Planer für ein Honorar von 7000 Euro. Geld für die Reparatur oder den Neubau von Laternen ist bislang nicht berücksichtigt.

Von Christian Zielke

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