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Ranz und May in der Grünen Passage

Blankenfelde Ranz und May in der Grünen Passage

Die Kabarettisten Ranz und May haben am Sonnabend in der Grünen Passage in Blankenfelde ihr neues Programm „Fräulein, zweimal Herrengedeck!“ gespielt. Es enthält vor allem Filmmusik aus den 1920er und 1930er Jahren.

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Michael Ranz und Edgar May (Klavier) bei ihrem Programm, als Ranz sich für ein Huhn hielt.

Quelle: foto: andrea von fournier

Blankenfelde. Wer sich zu einem Abend mit „Ranz & May“ einfindet, erwartet keine Schenkelklopfer und ausgefallenen Brüller. „Ich bin schon öfter hier gewesen und komme gern, mit Sex ham’ses ja immer…“, beschrieb eine Dahlewitzer Besucherin das Geschehen treffsicher am Samstagabend.

Geprägt von Alltagshumor

Das Kabarett der beiden ist von Alltagshumor geprägt, manchmal lautstark, aber immer wohlmoduliert von Michael Ranz getragen. Der Anteil Edgar Mays‘ am verbalen Schlagabtausch des Duos beschränkt sich auch in ihrem jüngsten Programm „Fräulein, zweimal Herrengedeck!“, dem 15. Programm des Duos im 20. Jahr ihres Bestehens, auf gefühlt weniger als ein Viertel. Das geht in Ordnung: May, manchem Blankenfelder noch als Klavierlehrer an der Regenbogen Musik- und Kunstschule bekannt, ist für den musikalischen Teil am Flügel zuständig, und das kann er. Schön, dass die beiden noch immer in Blankenfelde gastieren, obwohl Edgar May die beruflichen Segel dort gestrichen hat: „Es war einfach zu viel geworden mit meinem Unterricht und unseren Auftritten. Aber ich habe hier sehr gern gearbeitet“, erzählte der im Prenzlauer Berg Ansässige.

Das Duo ist ein Zugpferd

Und weil das Duo ein Zugpferd ist, freuten sich Wolfgang Locher und Margit Voigt von der Musikschule als Veranstalter, dass noch ein zweiter Termin mit den beiden zustande kam. „Wir mussten kaum Werbung machen, eine Ankündigung auf unserer Website, ein bisschen Mund-zu Mund-Propaganda und im Dezember war der Saal schon fast ausverkauft. So gab es eine zweite Veranstaltung tags darauf.

Schwerpunkt Zwischenmenschliches

Mit „Fräulein, zweimal Herrengedeck“ bringen „Ranz & May“ erstmals ein Stück, dessen Schwerpunkt Filmmusik der 1920er und 1930er Jahre ist. Natürlich stehen „Mann und Frau“ wieder im Fokus. Michael Ranz ist der dreimal Geschiedene, der seine Erfahrungen zum Besten gibt. „Hausautor“ Tobias Saalfeld hat viele der Zwischentexte des Duos geschrieben, aber manchmal kommt Michael Ranz ein Slapstick von der Zunge, der schon lange im allgemeinen Gebrauch und lauwarm abgedroschen klingt. Schade! Dabei gibt es doch so viel zum Thema „Partnerschaft“ zu sagen. Vor allem, wenn man sich, wie die beiden diesmal, auf die neuen Strömungen besinnt: Jeder mit jedem, ob Männlein, ob Weiblein. Oder bist du nicht Mann oder Frau, sondern Tier, Pflanze oder gar eine Sache? Ranz glaubt denn auch im Verlauf des Abends, ein Huhn zu sein. Titel wie „Ich wollt’, ich wär’ ein Huhn“, „1,2,3,4,5,6,7 – wo ist meine Braut geblieben“ oder „Wer wird denn weinen, wenn man auseinandergeht“ quittierte das Publikum mit viel Applaus.

Den wandlungsfähigen Mimen zeigte Michael Ranz, als er als Analytiker mit Brille aufs Köstlichste den „Zauber der Nacht“ wissenschaftlich erklärte – einfach grandios. Passend folgte „In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine“.

Von Andrea von Fournier

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