Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Rathaus steht nach 20 Jahren Energie-Kur bevor

Ludwigsfelde Rathaus steht nach 20 Jahren Energie-Kur bevor

Der markante Rathausbau von Ludwigsfelde mit seinem gläsernen Turm soll preiswerter als bisher unterhalten werden. Deshalb planen die Stadtväter vor allem eine energetische Überholung des Gebäudes. Neben gewohnten Themen wie Fassadendämmung und Solaranlagen steht vor allem der Licht- und Sonnenschutz der Mitarbeiter dabei im Mittelpunkt.

Voriger Artikel
Spielzeugsegen für den Lindenhort
Nächster Artikel
Der Traum vom Privatfliegen

Das Rathaus von Ludwigsfelde wurde 1996 bezogen und entspricht energetisch nicht mehr heutigem Standard.

Quelle: Jutta Abromeit

Ludwigsfe. Vor genau 20 Jahren bezog die Stadtverwaltung von Ludwigsfelde das von allen Bewohnern so sehnsüchtig gewünschte Rathaus. Inzwischen ist der zweiflügelige Bau mit dem markanten Glasturm neben dem Hochhaus so etwas wie ein Markenzeichen der Stadt. Doch in zwei Jahrzehnten hat sich so viel geändert, dass auch dieses „neue Rathaus“ überholungsbedürftig wird.

Vor allem wird in der Rathausspitze zurzeit überlegt, wie das Gebäude energetisch nachgerüstet werden kann, um Betriebskosten zu sparen. Dabei geht es nicht nur um Fassadendämmung und/oder Solaranlagen, sondern auch um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. In den Büros auf der Ostseite ist es zwar ab morgens sonnig, aber sehr schnell zu warm, auf der Westseite oft zu kalt. Deshalb wird auch überlegt, in puncto Licht- und Sonnenschutz nachzurüsten.

Brunnen müssen erneuert werden

Des weiteren müssten die 16 kleinen Brunnenanlagen auf dem Rathausplatz erneuert oder umgestaltet werden. Über solche Fragen diskutieren die Stadtverordneten demnächst – sowohl bei der bevorstehen Haushaltsdebatte für 2017 als auch im Zusammenhang mit dem Klimaschutzkonzept der Stadt. Wie berichtet, ist die Kommune erst seit 2013 Eigentümerin des Rathauses. Bis dahin zahlte sie an die Berliner Firma Wertkonzept beziehungsweise eine Tochterfirma eine jährlich steigende Miete.

Hintergrund

Mit knapp 26 000 Einwohnern ist Ludwigsfelde die größte Stadt im Kreis Teltow-Fläming. Zu ihr gehören seit dem 26.Oktober 2003 insgesamt elf Ortsteile, sie reihen sich wie eine Perlenkette rund um Ludwigsfelde. Der größte Ortsteil ist Genshagen mit 1300 Einwohnern, der kleinste Schiaß mit 46.

Für das Rathaus wurde am 9. Mai 1995 der erste Spatenstich gesetzt, am 19. September folgte die Grundsteinlegung, am 30. November 1996 wurde Einzug gefeiert. Seit Februar 2013 ist die Stadt auch Eigentümer.

Bis zu diesem Neubau hatte die Verwaltung seit 1946 in einer aus der NS-Zeit übrig gebliebenen Holzbaracke gearbeitet, zu der sich später eine Massivbaracke gesellte. Bereits seit 1956 hatte es Pläne zum Bau eines Rathauses gegeben. Verwirklicht werden konnten sie erst nach dem Mauerfall. 1993 wurden die beiden Baracken am Rande des Kaufhaus-Parkplatzes abgerissen, die Verwaltung zog ins sogenannte Reichelthaus an der Rathausstraße und vom 11. bis 14. November 1996 dann praktisch auf die andere Straßenseite.

Petra Liebner-Ende vom Sachgebiet Innerer Service im Ludwigsfelder Rathaus

Petra Liebner-Ende vom Sachgebiet Innerer Service im Ludwigsfelder Rathaus.

Quelle: Marina Ujlaki

An diesen Umzug ins erste richtige Rathaus von Ludwigsfelde kann sich Petra Liebner-Ende vom Sachgebiet Innerer Service genau erinnern. Die heute 53-Jährige sagt: „Das war für mich die bisher größte Aktion meines Berufslebens.“ Im Gegensatz zu Menschen, die Aufregung im Berufsalltag nicht mögen, sagt Petra Liebner-Ende: „Solche Umzüge sehe ich nicht als Belastung, sie sind eine Abwechslung und Herausforderung. Mir macht so was Spaß.“

Viele neue Möbel gekauft

Wie viele Umzugskisten damals gepackt werden mussten, weiß sie nicht. „Das war ja auch nicht meine Aufgabe“, erzählt sie. Jeder Mitarbeiter habe Aufkleber für seine Kisten und sein Mobiliar sowie einen genauen Ablaufplan bekommen. „Und damit ist eigentlich auch nichts schief gegangen“, sagt sie. Weil die Verwaltung endlich nicht mehr beengt arbeiten musste, wurden viele neue Möbel für mehr Büros, für Sitzungsräume und Wartebereiche gekauft.

„Von jedem Zimmer und jedem Bereich hatte ich einen Plan“, erzählt sie. Geholfen haben ihr Magnettafeln vom Möbelwerk Trebbin. Darauf zeichnete sie und schob Möbelmodelle hin und her. „PC-Programme gab’s ja damals noch nicht für so was“, das weiß sie noch genau. Und dass sie am Freitag nach Feierabend auch privat umzog.

Von Jutta Abromeit

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg