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Teltow-Fläming Rauschende Party für den verstorbenen Alex
Lokales Teltow-Fläming Rauschende Party für den verstorbenen Alex
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00:16 13.06.2017
Feiern und Gedenken – Das DJ-Duo „Gestört aber Geil“ veranstaltete eine Riesen-Party in Erinnerung an Alexander Genth, der vor einem Jahr starb. Quelle: Fotos: Christian Zielke (2)
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Rangsdorf

Vor den Bässen ist Stille. Stille des Gedenkens an einen, der seit einem Jahr nicht mehr unter ihnen weilt. Alexander Genth starb am 12. Juni 2016 im Alter von 16 Jahren an Krebs. Wenige Tage vor seinem Tod äußerte er in einem Brief einen letzten Wunsch für seine Mitschüler der Oberschule Rangsdorf, der „geilsten Schule der Welt“, wie er schrieb.

Als seine Lehrerin Jana Rieck den Brief vorliest, herrscht absolute Stille im Saal des Rangsdorfer See-Hotels. Alexander Genth hatte sich einen Auftritt des DJ-Duos „Gestört aber Geil“ gewünscht, deren Musik er mochte. Er wollte sich dabei bedanken bei seinen Klassenkameraden und Lehrern, die fast zwei Jahre lang gehofft und mit ihm gegen die Krankheit gekämpft haben. Als Alexander die Zeilen schrieb, wusste er, dass ihm nicht mehr viel Zeit blieb.

Lehrerin erinnert an „einen besonderen Menschen“

Jana Rieck gehen die Worte nur schwer über die Lippen. Immer wieder hat sie Alexander zu Hause besucht und unterrichtet. „Ich kann es noch immer nicht fassen, dass er nicht mehr da ist“, sagt sie. Auch als es ihm schlecht ging, habe er immer zuerst an andere gedacht. Seinen trockenen Humor habe er nie verloren. „Er war ein besonderer Mensch“, sagt Jana Rieck.

Besonders war auch, dass er der Nachwelt einen unvergesslichen Tag hinterlassen wollte. Als Marcel Stephan alias DJ Spike von Alexanders Wunsch erfuhr, sagte er sofort ja. „Für uns stand sofort fest, dass wir das machen“, sagt er. Als die ersten Töne ihres Hits „Unter meiner Haut“ erklingen, löst sich die Anspannung. Die Bässe dröhnen, das Konfetti fliegt durch die Luft, die Hände gehen in die Höhe und die Füße tanzen. Ermöglicht hat den Auftritt der Verein Kinderträume aus Berlin. Pro Jahr erfüllt der Verein rund 140 Wünsche schwerkranker Kinder und Jugendlicher. „Das können Sachen, Ereignisse oder Treffen mit Prominenten sein“, sagt Annette Reidt vom Verein.

Alexander war bei allen in der Schule beliebt

„Es wäre schön, wenn Alex dabei gewesen wäre“, sagt Dominik Klonnek. Er war zusammen mit David Ober und Leo Omland einer der engsten Freunde von Alexander. Sie alle haben ein hartes Jahr hinter sich. „Man merkt, wie gesegnet man ist, wenn man gesund ist“, sagt Leo Omland. Er hatte Alexander die Schulaufgaben gebracht, beide waren oft lange gemeinsam spazieren oder zockten an der Playstation. „Das Leben wäre einfacher gewesen, wenn das alles nicht passiert wäre“, sagt Dominik Klonnek. Doch die Klasse hielt zusammen. „Alex stand im Mittelpunkt. Ihn mochte einfach jeder“, erinnert er sich.

Für Annett Bille, die kommissarische Schulleiterin, ist der ausgelassene Vormittag ein Vermächtnis ihres ehemaligen Schülers. „Er bringt sich, seinen Lebensmut und seine Tapferkeit in Erinnerung“, sagt sie. Alexanders Tod hatte der gesamten Schule heftig zugesetzt. Schüler und Lehrer waren mit der Situation überfordert. Marion Genth, die Mutter von Alexander, hat in der schweren Zeit den Kontakt zu Freunden und Mitschülern gehalten. „Wir sind als Familie eine Einheit“, sagt sie. Dass so viele noch einmal ihres Sohnes gedenken, sei für sie „sehr bewegend“.

Von Christian Zielke

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