Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Rege Beteiligung am Maerker
Lokales Teltow-Fläming Rege Beteiligung am Maerker
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:28 23.08.2015
Anfang Juni wies Peter Rink auf den verdreckten Gully vor der Dahlewitzer Schule hin, bislang ohne Erfolg. Ein Einzelfall, so die Gemeinde. Quelle: Zielke
Anzeige
Blankenfelde-Mahlow

Ein Verkehrsschild steht schief, eine Straßenlaterne brennt nicht oder aus dem Gehweg haben sich Pflastersteine gelöst – in Blankenfelde-Mahlow fackeln die Bürger nicht lange und melden solche kleinen Missstände über das Internetportal Maerker der Verwaltung.

Mit wenigen Klicks kann man dort sein Problem schildern und sogar Bilder hochladen. Ein Ampelsystem zeigt den Stand der Bearbeitung an. Seit Einführung des Maerker am 1. Juni sind mehr als 180 Hinweise eingegangen. Damit ist Blankenfelde-Mahlow eine der Gemeinden mit der aktivsten Beteiligung an dem Portal. Carola Voigt, die zuständige Verwaltungsmitarbeiterin, hat viel zu tun, die Hinweise innerhalb des Hauses aber auch zu anderen Behörden zu verteilen. Fast täglich kommen neue dazu.

Aus Sicht der Verwaltung ist der Maerker eine echte Erfolgsgeschichte in Blankenfelde-Mahlow. Wolfgang Huth, Pressesprecher der Gemeinde, spricht von einem Gewinn für Bürger und Verwaltung. Weil so viele Hinweise zu kaputten Straßenlaternen eingegangen waren, hat man reagiert und einen eigenen Unterpunkt eingerichtet.

Noch in diesem Jahr soll das Layout des Maerkers vereinfacht und übersichtlicher gestaltet werden, sagt Ortwin Böckmann vom kommunalen Anwendungszentrum des Landes Brandenburg. Dass die Blankenfelde-Mahlower so rege von dem Angebot Gebrauch machen, sei kein Indiz darauf, dass die Menschen dort besonders gerne meckern, sondern positives Zeichen. „Es zeigt, dass es eine engagierte Bevölkerung in ein großes Interesse daran gibt, Missstände zu beseitigen“, so Böckmann. Die 180 Hinweise, die in Blankenfelde-Mahlow innerhalb von zweieinhalb Monaten eingingen, gebe es bei Gemeinden vergleichbarer Größe und Einwohnerzahl innerhalb eines ganzen Jahres. Diesen Erfolg führt Böckmann auf die gute Werbung der Gemeinde zurück und auf die zügige Abarbeitung.

Bei so vielen Hinweisen gibt es auch Probleme, wie im Fall von Peter Rink. Der Dahlewitzer hatte Anfang Juni zwei mit Laub zugesetzte Regenwassergullys an der Einfahrt zum Parkplatz der Tschäpe-Oberschule gemeldet. Im Juli wurde ein Gully gereinigt, der andere 20 Meter entfernt davon, ist immer noch voller Laub. „Offenbar hat man mit dem Maerker Geister gerufen, die man nun nicht mehr los wird“, sagt Peter Rink.

Solche Versäumnisse sind für Ortwin Böckmann Einzelfälle. „Es kann schon mal passieren, dass ein Hinweis etwas länger braucht oder dass die Antwort nicht befriedigend ausfällt“, sagt er. Im Fall des verdreckten Gullys besteht Grund zur Hoffnung. Die Ampel steht auf Gelb, was bedeutet, dass der Hinweis noch nicht abgearbeitet ist und dem zuständigen Mitarbeiter in der Verwaltung wieder vorgelegt wird, bis die Ampel grün ist. Wolfgang Huth sagt: „Kein Hinweis geht unter.“

Von Christian Zielke

Teltow-Fläming Offener Disput in Baruth - Reifenstecherei sät Unfrieden

10 000 Euro hat Detlef Mehler als Belohnung für Hinweise auf denjenigen ausgesetzt, der ihm die Reifen seines Autos zerstochen hat. Seine Aktion – und die Reifenstecherei vorher – sorgen jetzt allerdings für Unfrieden in Baruth.

23.08.2015
Teltow-Fläming Weltkriegs-Ausstellung in Luckenwalde - Zeitzeugen erinnern sich

Wie sich der Zweite Weltkrieg in und auf Luckenwalde ausgewirkt hat, zeigt ab 2. September eine Ausstellung im Heimatmuseum. Fünf noch lebende Luckenwalder Zeitzeugen erinnern sich. Darunter befindet sich auch Ursula Rothenburg, die eine bewegende Geschichte parat hält.

23.08.2015
Teltow-Fläming Informationen über Asylunterkunft - Rehagener fühlen sich zu spät informiert

Mit so einem großen Andrang hat niemand gerechnet. 90 Stühle hatte der Wirt im Saal der Gaststätte „Waldkater“ aufgestellt. Doppelt so viele Rehagener sowie Bürger aus benachbarten Orten drängten sich Dienstagabend dicht an dicht, um zwei Stunden lang mehr über die in dem 800-Seelen-Dorf geplante Asylunterkunft zu erfahren.

22.08.2015
Anzeige