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Regen offenbart Probleme der Entwässerung

Rangsdorf Regen offenbart Probleme der Entwässerung

Dass es Rangsdorf bei dem Starkregen der vergangenen Wochen nicht schlimmer getroffen hat, lag vor allem daran, dass ein Großteil des Wassers in die Kanalisation gelaufen ist – was eigentlich unzulässig ist. Um künftige Niederschläge besser in den Griff zu bekommen, will der KMS die stillgelegte Kläranlage in Pramsdorf zu einem Zwischenspeicher umbauen.

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Die Groß Machnower Feuerwehr musste nach dem Regen in der Nacht zum 25. Juli die Kanalisation im Ort leerpumpen.

Quelle: Foto: Christian Zielke

Rangsdorf. Der starke Regen der vergangenen Woche hat vor allem in Rangsdorf nur geringe Schäden verursacht. Während in Groß Machnow am 29. Juni und am 25. Juli mehrere Häuser unter Wasser standen und die Feuerwehr mit Hilfe des THW die Kanalisation frei pumpen mussten, habe die Entwässerung in Rangsdorf „im Prinzip gut funktioniert“. Diese Einschätzung äußert Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) in einer Pressemitteilung.

Aufgrund des Regens seien zahlreiche Schwachstellen sichtbar geworden. In der Georg-Hansen-Straße und im Tannenweg musste die Feuerwehr an beiden Regentagen das Wasser von der Fahrbahn pumpen. Dass die Entwässerung gut funktioniert habe, liege daran, dass das Regenwasser unzulässigerweise in die Schmutzwasserkanalisation gelaufen ist. Weil diese nicht für solche Wassermengen gedacht sind, gab es an einigen Stellen Probleme mit den Pumpen. Dies sei besonders in Groß Machnow der Fall gewesen, wo die Feuerwehr das Wasser in den Schustergraben pumpen musste.

Altes Klärwerk soll große Wassermengen abfangen

Um die Situation in Groß Machnow zu entspannen, entschloss sich der Zweckverband KMS am 25. Juli, das Wasser aus Rangsdorf, Dahlewitz und Groß Machnow in das stillgelegte Klärwerk Pramsdorf zu leiten, da der Zufluss zur Kläranlage in Zossen überlastet war. Erste Vorbereitungen dazu hatte der KMS schon im Winter getroffen. Ziel ist es, die ehemalige Kläranlage in Pramsdorf zu einem Zwischenspeicher für Wasser umzubauen. Dies wird nach Einschätzung des Bürgermeisters nicht ausreichen. Um große Niederschlagsmengen künftig zu bewältigen, hat das Bauamt mehrere Maßnahmen eingeleitet. So sollen Entwässerungsmulden in mehreren Straßen vergrößert oder neu angelegt werden. Um den Abfluss des Wassers aus der Machnower Seestraße in den Groß Machnower See zu verbessen, sollen Leitungen erneuert und gereinigt werden. Vor kurzem hat die Gemeindevertretung für dieses Jahr zusätzlich 30 000 Euro bewilligt.

Wer sein Wasser auf die Straße leitet, muss mit Bußgeld rechnen

Mit stärkeren Kontrollen und notfalls Bußgeldern will die Gemeinde Grundstücksbesitzer an das Verbot erinnern, Wasser auf öffentliche Flächen zu leiten, weil dies die Situation verschärfe.

Ein Gutes hat der starke Regen laut Bürgermeister gehabt. Der Rangsdorfer See und der Groß Machnower See führen so viel Wasser wie normalerweise im Frühjahr nach der Schneeschmelze.

Von Christian Zielke

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