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Regenbogenfahne aufgezogen

Blankenfelde-Mahlow Regenbogenfahne aufgezogen

Vor der Gemeindeverwaltung von Blankenfelde-Mahlow ist am Mittwoch die Regenbogenfahne gehisst worden. Sie steht für Toleranz, Vielfalt und die schwul-lesbische Bewegung.

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Bürgermeister Ortwin Baier (SPD, r.) und Benjamin Grossmann beim Aufziehen der Regenbogenfahne in Blankenfelde

Quelle: Andrea von Fournier

Blankenfelde. Die Regenbogenfahne ist bunt wie das Wetterphänomen, dem sie ihren Namen verdankt. Sie steht seit den 1970er Jahren für Akzeptanz und Toleranz, für die Vielfalt des Zusammenlebens, als Symbol der schwul-lesbischen Bewegung. Jede der sechs Farben hat eine Bedeutung, so steht Rot für das Leben, Gelb für das Sonnenlicht oder Blau für die Harmonie.

Flagge weht am Internationalen Tag gegen Homophobie

Am Mittwoch, dem Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie, wurde die Regenbogenflagge in Blankenfelde-Mahlow vor dem Gebäude der Gemeindeverwaltung in der Karl-Marx-Straße gehisst. „Soweit mir bekannt ist, ist es das erste Mal überhaupt, dass eine solche Fahne zu dem Anlass in unserem Landkreis aufgezogen wird“, sagte Benjamin Grossmann (29) nicht ohne Stolz. Er habe sich zuvor eigens bei einem Landtagsabgeordneten erkundigt. Der bekennende Homosexuelle Grossmann war mit seinem Wunsch, die Flagge zu zeigen, an die Kommune und Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) herangetreten und lief offene Türen ein. „Natürlich setzen wir an diesem Tag gern ein Zeichen, weil wir „Ort der Vielfalt“ sind“ sagte Baier. Die Gemeinde und auch er persönlich stehen für Respekt und Toleranz, damit jeder so leben könne, wie er es möchte.

Fahne stammt aus Privatbesitz

Gemeinsam mit Benjamin Grossmann zog der Bürgermeister die Fahne am Mast hoch. Die fröhlich-bunte Flagge hat Benjamin Grossmann aus seinem Privatbesitz mitgebracht. „Momentan ist es auch gar nicht so leicht, eine zu kaufen“, sagte er. Zurzeit laufen die Pride-Monate, an denen die Christopher-Street-Day-Veranstaltungen stattfinden. Die Fahne könnte bis Ende Juli in Blankenfelde wehen. „Das ist das Ende der Demonstrationen, die letzte findet in Köln Ende Juli statt“, so Benjamin Grossmann. Er würde sich freuen, wenn sie mindestens bis Ende Mai wehen würde – das konnte der Bürgermeister zusagen.

Benjamin Grossmann lebt seit 2006 in Blankenfelde und setzt sich auch als Mitglied der Linken für die Rechte von Schwulen und Lesben ein. Sein Motiv: „Ich möchte ein Zeichen setzen, denn wir sind ja in Deutschland noch lange nicht an dem Punkt, dass wir voll akzeptiert und gleichgestellt wären“.

Von Andrea von Fournier

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