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Teltow-Fläming Reger Luftverkehr am Himmel über Zellendorf
Lokales Teltow-Fläming Reger Luftverkehr am Himmel über Zellendorf
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18:46 19.06.2016
„Zlin“ vom Sportfliegerclub Gera im Formationsflug. Quelle: H.-Dieter Kunze
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Zellendorf

Nervenkitzelnde, tollkühne Kapriolen versierter Luftakrobaten, schöne Formationsflüge, behäbig dahinbrummende Oldtimer, punktgenaue Fallschirmspringer-Landungen und erlebnisreiche Mitflüge von Gästen. Das alles boten am Wochenende die Flugtage am Verkehrslandeplatz in Zellendorf, ausgerichtet vom Team der Fläming Air. Das hohe Niveau der Shows an den zwei Tagen hat sich seit Jahren herumgesprochen und sorgt stets für reichlich Besucher.

Die mehr als einstündige Show am Himmel zu eröffnen, oblag Kathrin Suthau mit ihrem grünen PS-gewaltigen und superschnellen Boliden „Reinsdorf 325“, benannt nach dem gleichnamigen Nachbarflugplatz ganz in der Nähe. Kathrin Suthau ist eine von vier Pilotinnen in Deutschland, die sich dieser rasanten Sportart verschrieben haben. „Wer einmal vom Kunstflugvirus befallen ist, wird es nie wieder los“, sagte sie lachend. Schon zu DDR-Zeiten war sie Kunstflugpilotin, nach einer Pause begann sie 2005 wieder mit dem Training. Beruflich ist sie als Raumausstattungs-Meisterin tätig. Die „Extra 330 SC“, ebenfalls eine superschnelle Maschine, teilten sich die Piloten René John und Ludwig Hofmann, mehrfacher Deutscher Meister.

Kathrin Suthau ist eine von wenigen Motor-Kunstfliegerinen in Deutschland. Quelle: H.-Dieter Kunze

Das ganze Gegenteil dieser Flitzer war die behäbige Antonow AN 2 namens „Anastasia“. Sie ist in Reinsdorf stationiert. Es ist der größte einmotorige und flugfähige Doppeldecker der Welt. Gebaut wurde er 1957 in der sowjetischen Flugzeugwerft des gleichnamigen Konstrukteurs. Die „Anastasia“ stammt noch aus Beständen der Nationalen Volksarmee der DDR. Pilot Hans-Günter Seidler und Copilot Ingo Biermeier flogen damit Gäste über den Fläming.

Von der Konstruktionsart die kleinere „Schwester“ der „Anastasia“ ist die Boeing „Stearman“. Sie stammt aus den US-amerikanischen Boeing-Flugzeugwerken und wurde 1942 gebaut. Im Krieg war sie nie, der Doppelsitzer diente als Ausbildungsmaschine. Pilot ist Holger Keil aus Rangsdorf, er chauffiert damit ihren Besitzer, der die „Stearman“ erst vor vier Wochen nach der Restaurierung übernahm.

Piloten und ihre Maschinen sind startbereit für die Flug-Show über dem Fläming. Quelle: H.-Dieter Kunze

Imposant waren auch die Verbandsflüge mit zwei Kunstflugmaschinen „Zlin“, gebaut in den 1980er Jahren in der damaligen Tschechoslowakei. Michael Storek und Ronny Mehnert vom Fliegerclub Gera kamen damit nach Zellendorf. Beide sind ein gut eingestimmtes Team, denn bei Nebenherflügen kamen sie sich oft sehr nahe. Eine zweite Formation bestand aus einer „Zlin“ und einer sowjetischen „Jak“.

Sehr beeindruckt hat die Gäste auch das Motorflugzeug „Wilga“ mit Helmut Kolditz und Andreas Kaiser aus Reinsdorf an Bord. Im Schlepp befand sich ein Segelflugzeug mit Segelkunstflieger Thomas Feike am Steuerknüppel. Beide Fluggeräte vollführten die schönsten Figuren, gut zu erkennen an den Rauchstreifen aus den Tragflächenspitzen des Seglers.

Möglichst nahe beim oder direkt auf dem gelben Zielkreuz zu landen, das war der Ehrgeiz von vier Sportfallschirmspringern. Erstmals moderierte Carola Steinert eine solche Flugschau. Sie ist vom Fach, ihre Maschine ist in Zellendorf stationiert. Versiert wie immer hatte Monika Hackel von der Fläming Airf.

Von H.-Dieter Kunze

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