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Teltow-Fläming Erhalt von Glashütte kostet 4,25 Millionen Euro
Lokales Teltow-Fläming Erhalt von Glashütte kostet 4,25 Millionen Euro
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13:08 08.11.2018
Industrielle Fachwerkidylle im Museumsdorf Glashütte. Quelle: Michel Klehm
Glashütte

Am Dienstagnachmittag zog es die Mitglieder des Ausschusses für Regionalentwicklung und Bauplanung des Kreistags von Teltow-Fläming nach Glashütte. Das Museumsdorf befindet sich im Eigentum des Kreises. Seit 2010 wurden dort rund eine Million Euro in Bauunterhaltungsmaßnahmen gepumpt und weitere 240.000 Euro in Investitionen, was im Kreistag zu ständigen Diskussionen über die Notwendigkeit solcher Ausgaben führt.

Hoher Finanzbedarf

Da wollte man sich doch mal anschauen, was mit dem Geld alles passiert ist und vor allem was man mit den 50.000 Euro angestellt hat, die man in diesem Jahr für solche Dinge zusätzlich zur Verfügung gestellt hat. Viel war davon nicht zu sehen. Das lag einmal an der früh untergehenden Sonne und zum anderen an einem deutlich größeren Finanzbedarf, der in die Millionen geht.

Auch der Abort ist denkmalgeschützt

Nach Einschätzung der Kreisverwaltung liegen die mittel- bis langfristig zu erwartenden Baukosten für ein Wohnhaus, das Hegemeisterhaus, die Alte Hütte, die Formstube, die Neue Hütte, den Gasgenerator, die Gestaltung der Plätze, Wege und Beleuchtung sowie sogar für den ebenfalls denkmalgeschützten Abort bei insgesamt 4.250.000 Euro.

Fördermittel und andere Möglichkeiten

In einer Powerpoint-Präsentation stellte Jens Herrmann vom Gebäude- und Liegenschaftsmanagement des Hauptamtes die einzelnen möglichen Projekte und vermutlichen Kosten vor, was aber nicht heißen soll, dass alles vom Kreis bezahlt werden muss. Es gebe mehrere Konzepte, wie man die Kosten für den Kreis senken könnte, sagte Herrmann, etwa mit Fördermitteln, mit einer Jugendbauhütte und/oder der Beteiligung der Stadt Baruth, mit der man in Verhandlung stehe.

Verhandlungen mit Baruth

„Wir sind seit fünf Jahren dabei, Gespräche mit Baruth zu führen“, sagte der Ausschussvorsitzende Winand Jansen (SPD). Wenn es nach ihm ginge, so meinte Jansen, sollte man der Stadt die Gebäude für einen Euro überlassen und nicht für irgendeinen Buchwert.

Komplizierter Vertragsentwurf

Kritik übte Jansen auch am Vertragsentwurf des Landkreises mit dem Museumsverein Glashütte. Der soll für die nächsten drei Jahre mit 30.000 Euro für Personalkosten und mit 35.000 Euro für die Unterhaltung des Museums gefördert werden. „Viel zu kompliziert“, schimpfte Jansen über das siebenseitige Vertragswerk, in dem ständige und regelmäßige Nachweise für die Verwendung des Geldes verlangt werden.

Zurückgestellt wurde auch die Investitionsliste für den Haushalt 2019. Es war kein Mitarbeiter der Verwaltung zugegen, der darüber hätte Auskunft geben können.

Von Hartmut F. Reck

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