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Regionale Produkte sind gefragt

Dahmeland-Fläming Regionale Produkte sind gefragt

Das allgemeine Interesse an regional herstellten Produkten wird für viele Verbraucher immer wichtiger. Doch die Zahl derer, die landwirtschaftliche Erzeugnisse direkt beim Verbraucher geht zurück. Dabei spielen regionale Produkte nicht nur für die Landwirtschaft eine wichtige Rolle.

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Regionale Produkte liegen im Trend.

Quelle: dpa

Dahmeland-Fläming. Zu wissen, wo ein Produkt herkommt, das ist für immer mehr Menschen von Bedeutung. Ein Einkauf in einem Hofladen wäre da eine gute Alternative zum Supermarkt in der Stadt. Doch bei den Landwirten und Produzenten stehen die Käufer nicht unbedingt Schlange. Laut einer bundesweiten Marktstudie der Agrarmarkt Informations-GmbH geht die Zahl der Haushalte, die ihre landwirtschaftlichen Produkte direkt beim Erzeuger kaufen, zurück.

Nur wenige Hofläden in der Region

„Wir haben in unserer Region nur wenige klassische Hofläden und die Nachfrage danach ist seit Jahren rückläufig“, berichtet Silvia Fuchs, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes Teltow-Fläming. Zuletzt habe sie es am Verkauf von Speisekartoffeln feststellen können. Einige Bauern bieten der Region einen Ab-Hof-Verkauf von Kartoffeln an, doch dieses Angebot würde kaum genutzt. „Ich könnte mir vorstellen, dass es auch daran liegt, dass weniger Menschen auf dem Land leben und viele einfach nicht mehr die Lagermöglichkeiten haben, sich im Herbst mit Kartoffeln einzudecken“, so Fuchs. Anders sei dies noch bei Futtermitteln für die Kleintierhaltung, dort sei der Absatz konstant.

Unter der Marke „Echt Fläming“ vermarkten Anbieter aus Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmarkt ihre Produkte

Unter der Marke „Echt Fläming“ vermarkten Anbieter aus Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmarkt ihre Produkte. Sie werden in speziellen Auslagen in Geschäften oder Tourismus-Informationen angeboten.

Quelle: Elinor Wenke

Auch wenn die Nachfrage zu sinken scheint, ist der Hofladen für einige Bauern nach wie vor ein wichtiges Element. „Bei einem Hofladen geht es ja nicht nur um den Umsatz, das ist auch eine Imagefrage“, sagt Jürgen Zimmermann, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Groß Machnow. Als regionaler Landwirtschaftsbetrieb müsse man sich der Bevölkerung auch n präsentieren und ansprechbar sein. Ein Hofladen sei dafür ideal. Neben Obst, Gemüse, Honig, Säften und frischen Eiern, können die Kunden im Hofladen in Groß Machnow vor allem verschiedene Sorten Speisekartoffeln und Futtermittel kaufen. Und das machen sie seit Jahren. „Bei uns ist die Kundenzahl eigentlich nahezu konstant“, berichtet Jürgen Zimmermann.

Regionale Produkte sind ein Tourismusfaktor

Eine sinkende Nachfrage nach regional hergestellten Produkten kann auch Uwe Seibt vom Tourismusverband Dahme-Seen nicht feststellen. „Regionale Produkte und auch Hofläden sind ein ganz wichtiger Faktor für den Tourismus und wir sehen, dass die Nachfrage bei Urlaubern diesbezüglich steigt“, sagt Seibt. Denn wer in einer bestimmten Region Urlaub mache, wolle auch die jeweiligen regionalen Produkten essen und nicht nur das, was er bereits von zu Hause kennt.

Hintergrund

9,3 Millionen Haushalte kauften im Jahr 2015 landwirtschaftliche Produkte direkt beim Erzeuger. Drei Jahre vorher lag die Zahl dieser Haushalte noch bei 10,1 Millionen. Das geht nach Angaben des Landvolks Niedersachsen aus einer bundesweiten Marktstudie der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) hervor.

Der Umsatz sei im Beobachtungszeitraum bei etwa 1,3 Milliarden Euro aber recht stabil geblieben.

Die rückläufige Kundenzahl in Hofläden begründet die AMI mit der Sortimentserweiterung des Lebensmitteleinzelhandels, der immer häufiger den Kundenwunsch nach regionalen Produkten umsetzt. Vor allem sporadische Käufer gehen lieber in den Supermarkt als in einen Hofladen.

Hofläden werden in erster Linie von Stammkäufern genutzt, diese lassen sich nicht so stark von den Supermärkten abwerben.

„Die Verbraucher möchten verstärkt wissen, wo ihr Essen und Trinken herkommt und unter welchen Bedingungen es entsteht, verarbeitet und verpackt wird“, sagt Lisa Brüchle, Sprecherin der Gläsernen Molkerei in Münchehofe. Bei der Vermarktung helfe vor allem das Konzept der Gläsernen Produktion, bei der die Besucher miterleben können, wie die Produkte hergestellt werden. „Besonders mit unseren Mönchshofer Käse-Spezialitäten, die ja hier am Rande des Spreewalds entstehen und reifen, treffen wir auf eine große Zielgruppe in Berlin und Brandenburg“, sagt Brüchle.

Von Danilo Hafer

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