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Teltow-Fläming Regisseur Spielberg borgte sich einen Lkw bei Sperenbergerin
Lokales Teltow-Fläming Regisseur Spielberg borgte sich einen Lkw bei Sperenbergerin
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02:16 10.04.2017
Doreen Schulze weiß genau, was ihr US-Lkw Reo, Baujahr 1965, auf den Steigungsbahnen vom Testgelände in Horstwalde schafft und was nicht. Quelle: Foto: Jutta Abromeit
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Horstwalde

Komisch, aber toll. „Einfach – wow!“ So beschreibt die Sperenberger Zahnarzthelferin Doreen Schulze das Gefühl, ihr liebstes Auto auf einer Kino-Leinwand mit Hollywood-Star Tom Hanks zu sehen. Dass es dazu kam, verdankt die 36-Jährige ihrer Freizeit-Leidenschaft: Lkws. Sie erzählt, wie sich Regisseur Steven Spielberg und seine Agenten nach Fahrzeugen für den später Oskar-gekrönten Film „Bridge of Spies“ umgeschaut hatten. Dabei stießen sie im Internet auch auf die Reos von Doreen Schulze und ihren Freunden. Diese Lkws bauten die Amerikaner seit dem Zweiten Weltkrieg, bis heute gibt es sie in modernisierter Form.

Tom Hanks (Mitte) bei den Dreharbeiten zu „Brigde of Spies“ auf dem Flughafen Tempelhof; vorn rechts der von Steven Spielberg georderte Lkw der Sperenbergerin Doreen Schulze. Quelle: PR

„Als wir dann mit den Autos vor Filmleuten standen, sagt Spielberg: ,What a fucking monster’ – da mussten wir echt schmunzeln.“ Doreen Schulze ist noch immer begeistert: „Wir konnten sogar die Set-Betreuung für unsere Fahrzeuge selbst machen und haben mit Steven Spielberg, Tom Hanks und anderen bei den Dreharbeiten in den Pausen zusammengesessen.“ Ganz normal seien die Stars gewesen, wie jeder andere auch. Die Filmgrößen jedoch auf Autogramme anzusprechen verbiete sich, meint die Auto-Frau.

Für Berlin braucht Doreen Schulze kein Navi mehr

Eines bleiben diese Tage für sie aber auf jeden Fall: „Das Spannendste, was ich mit meinem Hobby bisher erlebt habe. Doch es ergibt sich ja immer wieder was Neues. Mal seh’n, was noch so alles kommt“, sagt sie lachend. Was inzwischen viele haben, braucht sie übrigens nicht, wenn sie mit ihrem Oldtimer in Berlin unterwegs ist: ein Navi. „Dort kenne ich so ziemlich alle Straßen. Wir sind ja zu allen möglichen Gelegenheiten unterwegs. Ich glaube nicht, dass ich mich da noch groß verfahren würde.“

Grid-Girl und Corrado-Mädchen auf dem Lausitzring

Der Umgang mit Fahrzeugen wurde ihr buchstäblich in die Wiege gelegt: Ihr Großvater Heinz Schulze hatte eine IFA-Vertragswerkstatt für Anhänger-Reparaturen. Während andere Kinder in Buddelkästen spielten, holte sie sich in der Werkstatt schmierige Hände an HW -80-Anhängern. „Wahrscheinlich hat mich das geprägt“, meint sie. Freizeitmäßig hilft sie später am Lausitzring als Sportwart, gehört noch später als Grid-Girl zum Streckenpersonal bei großen Rennen. „Eine tolle Zeit, du kannst hautnah beim großen Motorsport dabei sein. Was ich da an Autos gesehen habe...“ Außerdem fährt sie selbst Viertelmeile-Rennen auf dem Lausitzring. „In einem aufgemotzten Corrado. Deshalb war ich dann das Corrado-Mädchen“, sagt sie. Und erringt sogar Pokale in dieser Männer-Domäne.

Doreen war schon Sportwart, Grid-Girl und Corrado-Mädchen. Quelle: Jutta Abromeit

Ihren „Reo M49A2c“, Baujahr 1965, hat sie seit fünf Jahren. Seit drei Jahren ist sie Mitglied beim FKVV, dem Förderverein des Fahrzeug-Testgeländes in Horstwalde. Dort ist man froh über Doreen Schulzes Hobby. Vorstandsmitglied Klaus Urban sagt: „Wir sind sehr glücklich, dass wir sie haben. Sie bereichert unser Vereinsleben nicht nur mit ihrem Sachverstand, sondern auch mit ihrem Engagement.“

Junge Verstärkung für den Verein

Doreen Schulze mit ihrem Lkw-Oldtimer Reo auf der Verwringungsstrecke vom Fahrzeug-Testgelände in Horstwalde (Stadt Baruth/Mark) Quelle: Jutta Abromeit

Die praktisch veranlagte Frau sitzt nicht nur zum eigenen Vergnügen im Auto, sie hilft beim Pflegen der Freianlagen oder bei Veranstaltungen im Shuttle-Dienst. „Jedes Jahr gibt es zum Beispiel eine Weihnachtsbaumaktion des Bundesforstes. Da fährt sie auch Besucher“, erzählt Klaus Urban. Außerdem freut sich der Verein, dass sie ihre Freunde mitbrachte. „Das ist eine sehr erfreuliche junge Verstärkung für den Verein“, so das Vorstandsmitglied des mehr als 30-köpfigen Vereins.

Von Jutta Abromeit

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