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Rehagen hofft auf neue Geräte für Spielplatz

Am Mellensee Rehagen hofft auf neue Geräte für Spielplatz

Leicht haben sich die Mitglieder des Sozialausschusses der Gemeinde Am Mellensee die Entscheidungsfindung nicht gemacht. Fünf Ortsvorsteher wollen Fördermittelanträge beim Land für ihre öffentlichen Spielplätze stellen. Weil nur ein Antrag pro Gemeinde bearbeitet wird, musste der Sozialausschuss eine Entscheidung treffen – für Rehagen.

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Einladend sehen die alten Geräte auf dem ungepflegten Spielplatz in Rehagen nicht mehr aus.

Quelle: foto: Frank Pechhold

Am Mellensee. Die Gemeinde Am Mellensee wird beim Brandenburger Bildungsministerium (MBJS) Fördermittel für die Ausstattung des Spielplatzes in Rehagen mit neuen Geräten beantragt. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Sozialausschusses in ihrer jüngsten Sitzung aus.

Zur Auswahl standen wie berichtet Fördermittelanträge aus Sperenberg, Rehagen, Gadsdorf, Kummersdorf-Alexanderdorf und Kummersdorf-Gut. Weil nur ein Projekt pro Kommune im Rahmen des Programmes „Spiel.Platz“ mit bis zu 5000 Euro gefördert wird, hatten die Ausschuss-Mitglieder die Qual der Wahl. „Wir fühlen uns außerstande, diese Entscheidung zu treffen“, so Jeanette Hüdepohl (CDU). Da sei sie sich mit Thomas Schulz (Freie Wähler) und der sachkundigen Einwohnerin Andrea Schneider einig. „Die Kinder in jedem Ortsteil haben einen vernünftigen öffentlichen Spielplatz verdient“, so Hüdepohl. Deshalb mache sie einen ganz profanen Vorschlag. „Werfen wir doch alle fünf Anträge in einen Topf und lassen das Los entscheiden.“ Der Ausschuss-Vorsitzende Bernd Kosensky (UWG) sagte, dass es darum gehe, wer von dem kleinen Kuchen ein Stück abbekomme. Als Klausdorfer Ortsvorsteher habe er sich zu Gunsten der anderen Ortsteile nicht um Fördermittel beworben. „Der Spielplatz in unserem Strandbad ist öffentlich. Da müssen die Leute auch keinen Eintritt bezahlen, wenn sie ihn nutzen wollen“.

Fürsprache für Gadsdorfer Förderantrag

Der Gadsdorfer Antrag habe ihm am besten gefallen, weil er zuerst und komplett ausgefüllt vorgelegen habe, so der sachkundige Einwohner Sascha Gast. In dem Antrag wünscht sich Ortsvorsteher Uwe Hürdler Fördermittel für ein neues Spielhaus. Thomas Schulz wollte sich dem Vorschlag von Gast anschließen, weil das kleine Gadsdorf in den vergangenen Jahren immer zu kurz gekommen sei. Sigrid Müller (SPD) verwies darauf, dass Gadsdorf im Vergleich zu Rehagen nicht so einen enormen Zuzug junger Familien habe. Mit dieser Begründung hatte Ortsvorsteher Udo Wildenhein (CDU) seinen Fördermittelantrag untermauert. Auf dem öffentlichen Spielplatz stünden Geräte kurz vor der Verschleißgrenze. Die Wackeltiere seien gebrauchte Geräte, die Mitglieder des von ihm geleiteten Heimat- und Freizeitvereins Rehagen 2010 überarbeitet und aufgestellt hätten. Neue Geräte würden die Attraktivität des Spielplatzes erhöhen.

Bernd Kosensky kritisierte, dass keiner der fünf Ortsvorsteher in den Ausschuss gekommen sei, um für seinen Fördermittelantrag zu sprechen. Letztlich stimmten die Ausschussmitglieder dafür, dass Fördermittel für Rehagen beantragt werden. „Je eher die Unterlagen bei uns vorliegen, desto besser“, sagte Bürgermeister Frank Broshog am Dienstag. Anträge werden in der Reihe ihres Eingangs bearbeitet und müssen bis zum 30. September im Ministerium vorliegen. „Wenn wir so lange warten, dann können wir uns die ganze Mühe sparen“.

Von Frank Pechhold

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