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Teltow-Fläming Reihe "Zossen erinnert" geht zu Ende
Lokales Teltow-Fläming Reihe "Zossen erinnert" geht zu Ende
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00:18 08.11.2013
Emil Phillip, früherer Diakon in Zossen. Quelle: privat
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Zossen

„Das war eine sinnvolle Sache. Sie hat Geschichte ins Bewusstsein geholt, verschiedene Akteure an einen Tisch gebracht und neue Forschungsergebnisse gezeitigt.“ Stadtpfarrerin und Superintendentin Katharina Furian spricht über die Reihe „Zossen erinnert – 1933 und die Folgen“.

Ein Jahr lang gab es Veranstaltungen, bei denen es um die Machtübernahme der Nationalsozialisten ging. Zum Abschluss wird am Sonnabend ab 19 Uhr in der Zossener Kirche der Juden gedacht, die ab der Reichspogromnacht vom 9.auf den 10.November 1938 in Konzentrationslagern inhaftiert wurden.

Zudem werden die Hauptakteure – Stadt Zossen, Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“, Verein Bildung und Aufklärung Zossen (BAZ), Kirchengemeinde sowie Bücher- und Bunkerstadt Wünsdorf – ihre Sicht auf die gemeinsame Aktion darstellen. Und auch ein Ehrengast wird dabei sein: Professor Erhard Phillip, der Sohn des früheren Zossener Diakons Emil Phillip.

Emil Phillip hatte es gewagt aufzubegehren. Der Herbergsvater für die Innere Mission in Zossen wehrte sich gegen die Nazi-Beflaggung der Kirche und das Nichtstun des Pfarrers bei der Verhaftung von Nazigegnern auf dem Kirchplatz, die anschließend ins Konzentrationslager abtransportiert wurden. Der mutige Kirchenmann wurde daraufhin selbst ins KZ gebracht, konnte es aber nach Fürsprache eines Stadtrates in Berlin-Prenzlauer Berg (woher seine Familie gekommen war) später wieder verlassen. „Sein Sohn Erhard Phillip war damals zehn Jahre alt und kann sich noch an Zossen erinnern“, so Furian.

Vor mehr als einem Jahr hatten Katharina Furian, die Zossener Bürgermeisterin Michaela Schreiber und Georg von Eichborn (Bürgerinitiative) die Idee, gemeinsam mit vielen demokratischen Kräften der Stadt die Veranstaltungsreihe „Zossen erinnert“ ins Leben zu rufen. „Die Zusammenarbeit der vielen demokratischen Kräfte trotz manch anderer Meinungsverschiedenheit war sehr wertvoll“, sagt die Pfarrerin.

Von Gudrun Schneck

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