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Teltow-Fläming Reißleine gezogen und Radweg gesperrt
Lokales Teltow-Fläming Reißleine gezogen und Radweg gesperrt
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06:04 14.11.2017
Radfahrer müssen zwischen Kummersdorf-Gut und Sperenberg ab sofort auf die Straße ausweichen. Quelle: foto: frank Pechhold
Kummerdorf-Gut

„Radweg gesperrt“. Schilder mit dieser Aufschrift verbieten Radlern seit Freitag die Nutzung des schmalen Asphaltstreifens zwischen Kummersdorf-Gut und Sperenberg. Zudem sind die Planungen für den Ausbau der maroden Wegstrecke ins Stocken geraten.

„Es besteht dringender Handlungsbedarf“, so Jörg Träger vom Landesbetrieb Straßenwesen (LS). Weil die Sicherheit der Radfahrer auf der Holperpiste nicht mehr gewährleistet sei, habe er die Sperrung angeordnet. Auf dem 1,60 Meter engen Streifen können nicht einmal zwei Radler gefahrlos aneinander vorbei fahren. Bei dem Weg und der benachbarten Landesstraße 70 handelt es sich um die einst von der Wehrmacht genutzte Hochgeschwindigkeitsstrecke. Zu DDR-Zeiten wurde der Randstreifen als Radweg ausgewiesen. Mit den Jahren haben Baumwurzeln den dünnen Asphalt an vielen Stellen angehoben oder aufgerissen. Deshalb ließ der Landesbetrieb die Radwegschilder vor rund fünf Jahren abbauen. Radfahrer können seitdem selbst entscheiden, ob sie den entwidmeten Weg benutzen. Das sei nicht mehr zu verantworten, so Jörg Träger. Auf dem unbeleuchteten Weg bestehe Unfallgefahr. „Deshalb bleibt er gesperrt.“

Ausbau und Verbreiterung eigentlich für 2018 geplant

Davon halte er überhaupt nichts, so der Sperenberger Ortsvorsteher Lutz Lehmann (CDU). Aber was wolle man machen, wenn der Radweg laut zuständiger Behörde nicht verkehrssicher ist? „Erschreckend und deprimierend“ nennt Michael Wegner (SPD), Ortsvorsteher in Kummersdorf-Gut, die Situation. Sollte ein Bürger zu Schaden kommen, weil er nur noch auf der Straße mit dem Rad fahren kann, dann stehe er bei den dafür Verantwortlichen auf der Matte.

„Da ist ein grundhafter Ausbau erforderlich. Der macht aber nur Sinn, wenn der Weg verbreitert wird“, sagt Jörg Träger. Ausbau und Verbreiterung des drei Kilometer langen Abschnittes zwischen Kummerdorf-Gut und dem Abzweig Gottower Weg hat der Landesbetrieb Straßenwesen wie berichtet für 2018 geplant. Um ausbauen zu können, müssen Teile der in dieser Region äußerst seltenen kanadischen Eichenhecke zwischen Straße und Weg verschwinden oder Bäume im angrenzenden Wald gefällt werden. „Bei diesem Punkt sind die Planer in eine Zwickmühle geraten“, so Jörg Träger. Der Landesforstbetrieb sperrt sich gegen die für Baumfällungen erforderliche Waldumwandlung. Also muss die Hecke weg. Die Untere Naturschutzbehörde (UNB) habe die vom Landesbetrieb Straßenwesen beantragten Ausbau des Radweges und damit die Beseitigung der Hecke genehmigt, so UNB-Leiter Manfred Fechner. Allerdings habe der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands Widerspruch gegen den Bescheid der UNB eingelegt. „Das Widerspruchsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.“

Von Frank Pechhold

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