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Reiter haben neues Zuhause

Jüterboger Verein bezieht Mehrzweckplatz Reiter haben neues Zuhause

Seit Mittwoch hat der Reitverein von Jüterbog wieder ein neues Zuhause. Den Mehrzweckplatz sollen aber auch andere Vereine nutzen. Der Platz hat etwa 140.000 Euro gekostet. Der Reitverein hat etwa 10.000 Euro davon gezahlt.

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Die Reitvereinsvorsitzende Petra Schmidt, Bürgermeister Arne Raue und Turnierleiter Bernd Brandis (r.)

Quelle: Martina Burghardt

Werder. Es war der letzte Akt, das Finale oder wie immer man die Zusammenkunft am Mittwochnachmittag am Richterturm in Werder auch nennen möchte – fest steht: Der Mehrzweckplatz ist offiziell an den Reitverein übergeben. Als Betreiber wird sich der Verein nun darum kümmern, dass die Anlage „mit Leben erfüllt wird“, wie Bürgermeister Arne Raue bei dem zwanglosen Treffen der Beteiligten sagte. „Wir glauben daran, dass der Reitverein es schaffen kann, etwas Großes daraus zu machen“, sagte Raue.

Eine große Reitsportveranstaltung fand im September statt und damit der Auftakt zu den Traditionsturnieren, die künftig an jedem dritten Septemberwochenende der Höhepunkt im Vereinsleben sein werden, wie Vereinsvorsitzende Petra Schmidt berichtete. Darüber hinaus steht der Platz anderen Vereinen und Veranstaltern offen. Fußball, Drachensteigen, Hundesport – das hat es bereits dort gegeben. Und an dem Jahresendturnier hätten nicht nur Vereinsmitglieder teilgenommen, informierte Turnierleiter Bernd Brandis. Wie das Gelände erweitert werden könnte, darüber dachte Arne Raue laut nach und brachte die Tennisanlage ins Gespräch. „Man braucht eine Idee und Visionen, dann wird was draus“, sagte er und nannte den neuen Mehrgenerationen-Spielplatz am Kreisbahnplatz in Jüterbog als Beispiel.

Dass gerade die Reiter an ihre 90-jährige Vereinsgeschichte anknüpfen können, daran hat der frühere Vorsitzende Jürgen Pasemann keinen Zweifel. „Es gab immer welche, die den Sport hochgehalten haben“, sagte er. Er freut sich über den Platz und ist fast versöhnt mit dem zwangsweisen Umzug. Dass in Werder noch nicht alles so perfekt ist wie dort, sieht er gelassen. „Hauschteckslust hat auch von 1957 bis 2003 gebraucht, um so zu werden, wie es war“, sagte Jürgen Pasemann. Leid tut es ihm aber immer noch um den für viel Geld hergerichteten Dressurplatz. An die Stadt ging sein Vorschlag, in Berlin bei Rentnern und Pensionären für einen Umzug nach Jüterbog zu werben. Mit dem Angebot interessanter Freizeitmöglichkeiten hätte man gute Argumente.

Lob für die Qualität des Turnierplatzes gab es von vielen Reitern, auch von auswärts, bereits im September. Petra Schmidt bestätigte das noch einmal. „Der Platz ist grüner als grün“, sagte sie. 90 Mitglieder hat der Verein zurzeit.
Im März 2010 hatte die Stadtverordnetenversammlung Jüterbog den Beschluss zum Bau des Mehrzweckplatzes gefasst. Der Erlebnishof Werder hat die Fläche an die Stadt verpachtet. Die zu Anfang geplante Flutlichtanlage wurde aus dem Maßnahmepaket gestrichen. Der Platz hat damit etwa 140.000 Euro gekostet, der Verein hat einen Anteil von 10.000 Euro geleistet. Der Kooperationsvertrag zwischen Stadt, Erlebnishof, Landkreis und Reitverein gilt für 25 Jahre.

Von Martina Burghardt

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