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Teltow-Fläming Rekord beim Pflaumenmusfest
Lokales Teltow-Fläming Rekord beim Pflaumenmusfest
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05:45 26.09.2016
Das Rezept für Mehlsdorfer Pflaumenmus: 1000 Kilogramm von Hand entsteinte Pflaumen in zehn Kesseln neun Stunden lang kochen und umrühren. Quelle: Victoria Barnack
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Mehlsdorf

Den großen Erfolg ihres Pflaumenmusfestes haben die Mehlsdorfer nicht erwartet, als sie vor vier Jahren zum ersten Mal dazu einluden. „Unsere ehemalige Bürgermeisterin wollte damals einfach nicht immer allein in der Küche stehen und den Mus kochen“, erklärte Mandy Giesche vom Traditionsverein des Dorfes. Am Samstag stellten sie bei der fünften Auflage des groß angelegten, gemeinsamen Muskochens allerdings nicht nur einen neuen Besucherrekord auf. „Wir hatten es uns auch vorgenommen, in diesem Jahr erstmals mit zehn Kesseln zu kochen“, berichtete Giesche.

Kessel fürs Fest vor dem Schrott gerettet

Das Ziel erfüllten die Mehlsdorfer ohne Probleme. Der Traditionsverein hat die Kessel nach und nach aus privaten Haushalten gesammelt oder vor dem Müllplatz gerettet. Nun werden sie einmal im Jahr angeheizt.

Die Arbeit beginnt für die knapp 130 Einwohner lange vor dem Fest. Immerhin wollen über 1000 Kilogramm Pflaumen zunächst gepflückt werden. „Viele Leute aus den Dörfern der Umgebung fragen uns schon zeitig, ob wir wieder Pflaumen holen wollen“, berichtete Mandy Giesche, „ganz liebe Menschen pflücken sie sogar für uns.“ Am Freitag folgte dann der nächste Arbeitseinsatz beim Entsteinen. Denn eine Maschine haben sie dafür nicht. „Jede Pflaume geht durch Mehlsdorfer Hände“, sagt Geische. Sechs Stunden dauerte es, obwohl fast alle Mehlsdorfer mithalfen.

Die Mönchenhöfer spendierten einen elften Kessel fürs nächste Jahr. Quelle: Victoria Barnack

Ähnlich intensiv war am Samstag dann auch die Aufteilung an den Kesseln. „In diesem Jahr gab es zum ersten Mal einen Plan, wer wann umrührt“, erklärte Mandy Giesche. Denn die Einwohner wissen inzwischen aus Erfahrung, dass das Umrühren anstrengender wird, wenn der Mus fester wir. Pausen gibt es dabei nicht. Immerhin sollen die fast 300 Kilogramm Pflaumenmus nicht anbrennen.

Neun Stunden Mus-Rühren in Schichten

„Spätestens nach zwei Stunden wird gewechselt“, erklärte Ortsvorsteherin Kathrin Mersch, die selbst eine Schicht in den Morgenstunden übernommen hatte. Ab 7 Uhr rührten die Mehlsdorfer ihre Kessel um. Um 16 Uhr war Schluss. Dann kamen die nächsten Einsatzkräfte beim Einfüllen in die Gläser zum Zuge. „Einen Euro kosten 100 Gramm bei uns“, erläuterte Mandy Giesche. Der Preis ist in Mehlsdorf seit vier Jahren konstant.

Hilfe aus den Nachbarorten

Eine weitere Neuerung gab es in diesem Jahr dennoch. Damit die Mehlsdorfer ihrem Mus genügend Aufmerksamkeit schenken konnten, hatten sie sich Hilfe für das Rahmenprogramm gesucht. Andere Vereine aus der Umgebung unterstützten sie dabei gern.

Zum ersten Mal zu Gast war der Heimatverein Mönchenhöfe aus Sachsen-Anhalt. Sie hatten 60 frische Brote aus ihrem Dorfbackofen mitgebracht, die ebenso schnell verkauft waren wie der Mehsldorfer Pflaumenmus. „Kennengelernt haben sich unsere Vereine im vergangenen Jahr bei einem Festumzug in Meinsdorf“, erklärte Vereinsvorsitzender Torsten Kösterke. Der Wunsch, alte Traditionen ihren Heimatorten aufrecht zu erhalten, verbindet die beiden Dörfer.

Von Victoria Barnack

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