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Renaturierung im Schlosspark abgeschlossen

Jüterbog Renaturierung im Schlosspark abgeschlossen

Nach aufwendiger Belüftung und der Neugestaltung der Ufer herrscht am Schlossparkteich in Jüterbog eine neue Idylle. Zwei zu Bogenbrücken aufgewertete Durchlässe und mehrere hundert blühende Wasserpflanzen am Ufer erfreuen die Jüterboger. Für die Tiere und Pflanzen hat sich vor allem die Qualität des Wassers deutlich verbessert.

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Der Durchlass zum Karpfenteich wurde als Bogenbrücke neu gestaltet und die Insel mit Röhricht- und Kiesmatten gesichert.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Spaziergänge entlang der Ufer des Schlossparkteichs in Jüterbog sind noch idyllischer, seitdem die Arbeiten zur Sanierung des Gewässers abgeschlossen sind. Statt der Betonröhren hat die Flächenagentur Brandenburg zwei von drei Zuflüssen mit größeren Durchlässen neu gestaltet, die wie kleine Bogenbrücken aussehen.

Eine weitere ästhetische Maßnahme: Die kleine, von einem Baum bestandene Insel im Teich wurde mit Matten aus Kies und Röhricht umgeben. „Wir haben befürchtet, dass sie sonst verschwindet. Auf den Matten soll neue Vegetation Fuß fassen und den Rest der einst deutlich größeren Insel stabilisieren und langfristig zu sichern“, erklärt Martin Szaramowicz, Projektplaner der Flächenagentur.

Mehr als 250 Wasserpflanzen wurden angesiedelt

Entlang des Ufers wurde eine wurstförmige Kokoswalze verlegt. „Sie wird langsam von den Wasserpflanzen erobert und ist mit einem Gitter vor den Enten geschützt, damit die Tiere nicht jede kleine Pflanze mit ihren Schnäbeln ausreißen“, erklärt der Projektplaner. Wenn das Wasser im Herbst seinen normalen Pegel erreicht hat, wird man die Walze und den schützenden Käfig nicht mehr sehen.

Am Ufer und am Zufluss des Teichs wurden mehr als 250 Wasserpflanzen angesiedelt, von denen einige Farbenpracht ausgeht. Sumpfschwertlilien, Blutweiderich und Seggensorten stehen in den neu geschaffenen Flachwasserzonen.

Belüftungsschläuche bleiben noch bis zum Herbst im Wasser

Nur die Belüftungsschläuche erinnern noch an den schlechten Zustand des Schlosspark- und Karpfenteichs 2013, als Fische in der Sommerhitze an Sauerstoffmangel starben. Sie machen auch deutlich, dass die Renaturierung mehr als nur ästhetische Gründe hatte. Mit der Belüftung wurde die Schlammschicht um bis zu 70 Zentimeter reduziert. Die Wasserqualität wurde deutlich verbessert und die Fließbewegung von der Nuthe über die Teiche zum Graben 87 mit den Durchflüssen vereinfacht.

Hintergrund

Die Flächenagentur Brandenburg bietet privaten und öffentlichen Bauträgern an, sich um die Ausgleichsmaßnahmen für Bauprojekte zu kümmern.

Statt kleinere Projekte zu realisieren , bündelt die Agentur die Maßnahmen in komplexen Renaturierungs- oder Naturschutzprojekten.

Der Schlossparkteich ist ein solcher sogenannter „Flächenpool“. Die Sanierung konnte deshalb ohne Eigenmittel der Stadt durchgeführt werden.

Derzeit ist die Qualitätsverbesserung wegen der Blaualgen, die der warmen Jahreszeit geschuldet sind, allerdings nur wenig sichtbar. Voraussichtlich im Herbst werden die Schläuche aus dem Schlossparkteich entfernt. Im hinteren Karpfenteich könnten sie noch länger im Einsatz bleiben.

300 000 Euro hat die Teichsanierung gekostet

Insgesamt war das Projekt aus Szaramowicz Sicht „ein Gewinn für Natur und Landschaft, aber auch für die Jüterboger“. Schon während der umfangreichen Bauarbeiten von März bis Juli habe es viel positive Resonanz gegeben. Die Kosten für die Teichsanierung belaufen sich auf 300 000 Euro. Das Budget wurde von der Flächenagentur eingehalten. „Falls Schäden auftreten, gibt es eine Reserve für Nacharbeiten“, sagt Szaramowicz.

Angler sollen Kiesbänke nutzen, um die neuen Ufer zu schonen

Eine besondere Bitte haben Flächenagentur und Stadtverwaltung an die Angler am Schlossparkteich. Derzeit gibt es sich widersprechende Schilder an den Bäumen rund um den Teich. Er wird darauf zum einen als „Angelgewässer“ bezeichnet, andererseits weist der Bürgermeister auf anderen Schildern darauf hin, dass das Angeln hier verboten sei. „Das Verbot war eine Maßnahme für die Bauarbeiten, aber wir bitten die Angler dringend darum, die frisch gestalteten und bepflanzten Ufer in ihrer Anwuchsphase nicht durch Betreten zu beschädigen“, sagt Szaramowicz. Als Ausgleich wurden zwei größere Kiesbänke am Südufer für Angler hergestellt.

Von Peter Degener

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