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Teltow-Fläming Rennsportlegenden signieren Poster
Lokales Teltow-Fläming Rennsportlegenden signieren Poster
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21:00 18.09.2013
Quelle: Privat
Ludwigsfelde

Motorroller-Rennfahrer Dieter Brettschneider lebt heute noch in der Automobilstadt Ludwigsfelde. Er setzte seine Unterschrift auf eine Aufnahme, die 1961 bei einem Rollerrennen mit Rundkurs durch das Dichterviertel Ludwigsfelde entstand. Brettschneider ist zwar mit Helm und Brille kaum auf dem Foto zu erkennen, dafür kann man aber im Hintergrund deutlich das damalige Ludwigsfelder Kaufhaus erkennen. „An die Zeit, als Ludwigsfelder Rennbootfahrer in den 60er Jahren überraschend in die Weltelite vorstießen, erinnert das Motiv auf dem Scharmützelsee“, erläutert Marina Ujlaki, Sprecherin der Ludwigsfelder Stadtverwaltung. Es trage nun die Autogramme von Peter Rosenow und Manfred Blumenthal, die beide zu den fünf Aktiven im einst erfolgreichen „Iltis“-Rennteam des MC IFA Ludwigsfelde gehörten. Ebenfalls im Team dabei waren Rennboot-Legende Klaus Driefert und die beiden Monteure Karl-Heinz Reichelt und Kurt Leopold.

Es war einst ein „Pitti“-Roller, den die Mutter ihm überlassen hatte, der den heute 75-jährigen Rosenow zum Geländesport in der Werksmannschaft im Ludwigsfelder Industriewerk führte. Über die bis 1965 in Ludwigsfelde für die Sowjetunion gebauten, allerdings noch anfälligen 175-Kubik-Rennmotoren kam er schließlich zum Wassersport. Es war ein Pannen-Rennen 1966, das Peter Rosenow, Manfred Blumenthal und Klaus Driefert dazu bewegte, den Motor durch eine eigene Konstruktion zu ersetzen. Ihr Kollektiv aus zwei Ingenieuren und drei Schlossern nannten sie „Iltis“. Mit den neuartigen 250-Kubik-Motoren siegten die drei Rennfahrer fast nach Belieben. Allein Rosenow in 95 Rennen 40-mal. Er wurde Europameister in Italien und Weltmeister in Frankreich. Natürlich wurden die selbst- gebauten Motoren besonders beäugt. Später arbeitete Peter Rosenow mit Manfred Blumenthal, der in Großbeeren lebt, als Tester für den legendären W50 in Afrika. Mit einer Kurbelwellen-Reparatur für Trabi und Wartburg machte sich Rosenow kurz vor der Wende in Rangsdorf selbständig.

Ines Krause, Leiterin des Stadt- und Technikmuseums in Ludwigsfelde, freut sich über die Bereicherung für die Bildwände in diesem Teil der umfangreichen Technikausstellung. „Mit den Signaturen der einstigen Sporthelden haben wird die Poster nun vervollständigt“, sagt sie. Ihr Ziel sei es, Geschichte für nächste Generationen wach zu halten. Dabei spielen Zeitzeugen wie die Ludwigsfelder Rennsportlegenden eine wesentliche Rolle.

Öffnungszeiten des Stadt- und Technikmuseums Ludwigsfelde, Am Bahnhof 2: Mittwoch bis Freitag von 10 bis 15 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 13 bis 17 Uhr.

Von Fred Hasselmann

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