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Rente für ehrenamtliche Feuerwehrleute gefordert

Feuerwehr Jüterbog Rente für ehrenamtliche Feuerwehrleute gefordert

Jüterbogs Bürgermeister greift eine alte Idee auf und fordert vom Land eine Pension für langjährige Mitglieder der Feuerwehr. Das Innenministerium will den Vorschlag nicht kommentieren und verweist auf ein Konzept, das 2017 vorgestellt werden soll. Der Landtagsabgeordnete Erik Stohn (SPD) hat nun einen Zwischenbericht von der Landesregierung erfragt.

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Quelle: dpa

Jüterbog. Mehr Geld für den Brandschutz und eine Pension für ehrenamtliche Feuerwehrleute hat Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue (parteilos) vom Land Brandenburg gefordert. „Mit einer Pensionsregelung würde durch das Land neben warmen Worten und Händedruck ein finanzieller Anreiz für junge Menschen geboten werden, sich in der freiwilligen Feuerwehr als neue Mitglieder zu engagieren“, sagte Raue. Die Aufwandsentschädigungen der Kommunen an Feuerwehrleute nannte er „symbolisch“ und forderte stärkere Unterstützung der finanzschwachen Kommunen durch das Land.

Das Innenministerium arbeite derzeit gemäß eines Landtagsbeschlusses an Lösungsmöglichkeiten für die Aufrechterhaltung der personellen Einsatz- und Leistungsfähigkeit des Brand- und Katastrophenschutzes, so ein Sprecher des Innenministeriums. Im September hatte der Landtag das Konzept beauftragt, vorgelegt werden soll es aber erst im Jahr 2017. Raues Vorschlag einer Pensionsregelung wollte man nicht kommentieren, begrüße aber, „wenn sich auch die Träger des Brandschutzes Gedanken über dessen Zukunftsfähigkeit machen.“

Bereits Ende Mai hatte der Jüterboger Landtagsabgeordnete Erik Stohn (SPD) eine kleine Anfrage an die Landesregierung zum selben Thema gestellt und den Sachstand des Konzepts erfragt. „Der frühe Beginn der Waldbrandsaison macht den Handlungsbedarf deutlich. Auch die Probleme des demografischen Wandels schlagen nicht von heut auf morgen zu“, sagte Stohn, der auch demografiepolitischer Sprecher seiner Fraktion ist. Er erwartet bis Ende Juni eine Antwort von der Landesregierung.

Der Vorschlag von Raue ist nicht neu. Schon 2012 wandte sich die Stadt Strausberg (Märkisch-Oderland) mit der Idee einer „Feuerwehrrente“ an das Innenministerium. In Thüringen gibt es seit 2010 einen Fonds für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Dort zahlen Land und Kommunen für jeden aktiven Feuerwehrmann monatlich je sechs Euro in eine Versorgungskasse.Über die Effekte eines solchen finanziellen Anreizes herrscht Uneinigkeit. So heißt es im Ministerium, dass eine finanzielle Zuwendung keinen besonderen Motivationsgrund für eine ehrenamtliche Tätigkeit darstelle. Zudem seien die Zahl derjenigen, die 30 Jahre lang eingezahlt hätten und damit anspruchsberechtigt wären, sowie die zu erwartende monatliche Rente, sehr gering.

Jüterbogs kommissarischer Stadtwehrführer Michael Rinderle findet die Idee dagegen verlockend. „Das wäre ein großer Schritt zur Lösung des Nachwuchsproblems“, sagte er. Für bereits aktive Feuerwehrleute erhoffe er sich Rentenpunkte – dies wäre eine echte Anerkennung nach Jahrzehnten treuer Dienste.

Von Peter Degener

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