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Teltow-Fläming Retter überschreiten noch zu oft die Hilfsfrist
Lokales Teltow-Fläming Retter überschreiten noch zu oft die Hilfsfrist
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11:30 23.06.2015
Ralph Krause vom Rettungsdienst in Luckenwalde checkt die Herzdruckmaschine im Notarzt-Einsatzwagen.Alexander Engels
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Luckenwalde

Noch erreicht der Rettungsdienst im Landkreis Teltow-Fläming nicht die geforderten 95 Prozent bei der Einhaltung der 15-minütigen Hilfsfrist von der Alarmierung bis zum Eintreffen am Notfallort. Aber daran arbeitet man. Der Erfüllungsgrad liegt laut einem Gutachten bei 89 Prozent, nach eigenen Berechnungen bei 91 Prozent. „Wir gehen davon aus“, sagt Ordnungsamtsleiter Günther Dübe, „dass wir Ende 2015 etwa 92 bis 93 Prozent erreichen und Ende 2016 die geforderten 95 Prozent.“ Das erläuterte er kürzlich bei der Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales des Kreistags.

Die Entscheidung, den Rettungsdienst als Eigenbetrieb des Landkreises zu betreiben und für das Personal eine Rettungsdienst Teltow-Fläming GmbH zu gründen, sei der richtige Weg gewesen. „Es gibt keinen Landkreis mehr, der nicht nach uns schielt“, sagt Dübe stolz. In der GmbH sei man darauf bedacht, allen Mitarbeitern ordentliche Bedingungen zu schaffen. Die Gründung sei der richtige Weg gewesen. „Hier wurden alle Mitarbeiter in einen einheitlichen Tarif überführt, aber zu niemandes Nachteil“, sagt Dübe. Der Tarifvertrag richte sich nach dem des öffentlichen Dienstes. Die Überführung der Rettungssanitäter aus den verschiedenen Rettungsdienst-Organisationen in die kreiseigene Firma „ist besser gelaufen, als wir es uns zu träumen gewagt haben“, berichtet der Ordnungsamtsleiter.

Fakten

16 631 Einsätze musste der Rettungsdienst Teltow-Fläming im Jahr 2014 fahren. Im Vorjahr waren es 56 Einsätze weniger, 2007 waren es noch 12 313 Einsätze. Dies umfasst auch Fehlalarmierungen.

14 716 gebührenrelevante Einsätze konnten 2014 mit den Krankenkassen abgerechnet werden. 2001 waren es noch 10 491 Einsätze.

1930 qualifizierte Krankentransporte kamen im Jahr 2014 hinzu. Die Zahlen liegen in den Vorjahren bei etwas über bis etwas unter 2000.

144 Mitarbeiter sind aktuell in der Rettungsdienst GmbH tätig (2010: 103). Planerisch sollen es ab dem nächsten Jahr 160 Mitarbeiter sein. Es gibt neun Rettungswachen und vier Notarztstandorte.

Der Rettungsdienst verfügt über neun Rettungswachen. Sie stehen in Mahlow, Ludwigsfelde, Trebbin, Zossen, Luckenwalde, Baruth, Jüterbog, Petkus und Dahme. Die Wache in Mahlow soll, so hofft Denny Mehlis, Geschäftsführer der Rettungsdienst-GmbH, bis Ende 2016 nach Dahlewitz umziehen. Das hätte dann auch den Vorteil, dass man nicht so oft zu Einsätzen nach Berlin gerufen werde. Zu diesem Zeitpunkt hofft er auch, dass die neue Rettungswache in Ludwigsfelde fertig gestellt sein wird.

In Luckenwalde werde die bestehende Wache ausgebaut, so der Geschäftsführer, und die in Petkus soll nach Hohenseefeld verlegt werden, was aber noch dauern kann. Auch ist beabsichtigt, einen Rettungstransportwagen von Zossen nach Sperenberg auszulagern, weil er zu oft im Einsatz an der geschlossenen Bahnschranke stehe. „Das zerschießt uns immer die Hilfsfristen“, sagt Mehlis.

Die häufigsten Fristüberschreitungen hat man in Blankenfelde-Mahlow (269) gezählt, gefolgt von Zossen (191), Ludwigsfelde (152), Luckenwalde (145) und Am Mellensee (132). „Das sind die Problemfelder“, sagt Mehlis, „auch wegen der hohen Einsatzzahlen, die dort vorherrschen.“

Von Hartmut F. Reck

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