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Rettungshunde: Supernasen im Trümmerfeld

Luckenwalde Rettungshunde: Supernasen im Trümmerfeld

Aus ganz Deutschland kamen am Wochenende die 40 Teilnehmer mit ihren Vierbeinern zu einer Rettungshunde-Prüfung in Luckenwalde. Die geschulten Tiere mussten ihr Können darin beweisen, verschüttete Menschen zwischen Trümmern zu finden. Im Einsatz sind die Hunde gefragt.

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Die Jury vergibt am Ende der Trümmerprüfung das Prädikat am Maria Hoffmann (r.) und Chilly .

Quelle: Iris Krüger

Luckenwalde. Chilly ist hochkonzentriert. Die Hündin springt von einem Stein zum anderen, läuft über die weit verstreuten Trümmer, durchsucht dabei jeden Winkel – und wird dabei vorsichtig und hochkonzentriert. Ihre empfindliche Nase nimmt jedes wichtige Detail war. Ihre Ohren erlauschen jedes Geräusch, das aus dem Schutt kommen könnte. Der beißende Geruch des Feuers oder das laute Knattern einer Motorsäge können sie nicht ablenken. Es dauert nur wenige Minuten, dann hat sie die erste verschüttete Person unter den Trümmern gefunden, kurz darauf zwei weitere.

Chilly besteht die Rettungshunde-Prüfung

Wäre es eine reale Notsituation gewesen hätte die achtjährige Menschenleben gerettet. Doch Chilly, die schon lange als ausgebildeter Rettungshund im Dienst ist, legte am Samstag ihre dritte Trümmerprüfung ab. Gemeinsam mitmehreren andere Hunden musste sie im neu geschaffenen Trümmerareal auf dem Gelände des Feuerwehrtechnischen Zentrums in Luckenwalde zeigen, was sie drauf hat. Nach kurzer Besprechung der drei Prüfer stand das Ergebnis fest: Chilly und ihre Besitzerin Maria Hoffmann haben bestanden!

Maria Hoffmann  mit Chilly in der Prüfung

Maria Hoffmann mit Chilly in der Prüfung.

Quelle: Iris Krüger

„Ich war nicht wirklich aufgeregt, man weiß ja so ungefähr, was auf einen zukommt“, sagt die Chemnitzerin, die der DRK-Rettungshundestaffel Westsachsen angehört. Sie war für die Prüfung in den Morgenstunden extra nach Luckenwalde gekommen. „Und am Abend geht es schon wieder zurück, denn morgen haben wir den nächsten Eignungstest in Marienburg“, erzählt Maria Hoffmann.

40 Teams nutzten den Prüf-Termin

Die junge Frau und ihre Border-Mixhündin werden etwa einmal im Monat zum Einsatz gerufen. Um den hohen Ausbildungsstand zu halten, müssen derartige Prüfungen, wie sie am Wochenende in Luckenwalde und Hennickendorf stattfanden, alle eineinhalb Jahre von den Rettungshundeführern absolviert werden. Diesmal waren es 40 Teams, die diese Gelegenheit nutzten. Die Teilnehmer, die verschiedenen Hilfsorganisationen angehören, kamen nicht nur aus der Region, sondern unter anderem aus Hannover, München oder Schleswig. Organisiert wurde die Prüfung von den Mitgliedern der Rettungshundestaffel der Johanniter Unfallhilfe Potsdam-Mittelmark/Fläming.

Hintergrund

Die Ausbildung zum Rettungshund dauert rund zwei Jahre. Die Rettungshundeprüfung muss alle 18 Monate wiederholt werden.

Die Rettungshundestaffeln der Johanniter sind ständig einsatzbereit. Sie werden über die Notfall-Leitstelle in Brandenburg/Havel angefordert.


Aufgabe des Teams ist es, Vermisste oder Verunglückte zu finden. In der Fläche ersetzt ein Hund etwa 40 bis 50 Helfer. Er kann in 15 Minuten bis zu 30 000 Quadratmeter absuchen.

Die Arbeit der Rettungshundestaffeln erfolgt ehrenamtlich und ist auf Spenden angewiesen.

Für alle Rettungshundeführer, die sich für Samstag oder Sonntag angemeldet hatten, standen zunächst die theoretischen Prüfungen an. Dabei ging es vor allem um die Beherrschung von Karte und Kompass und Erste-Hilfe-Maßnahmen. Nach bestandenem Theorieteil der Zweibeiner war das Können der Vierbeiner gefragt. Dabei wurden Gehorsamkeit und Gewandtheit der Hunde bewertet. Danach mussten 14 Teams die Trümmerprüfung in Luckenwalde absolvieren.

Die restlichen 26 Teams fuhren zur Flächenprüfung, die in Hennickendorf durchgeführt wurde. Dabei galt es, auf einem Areal von 30 000 Quadratmetern in Not geratene Menschen aufzuspüren.

Von Iris Krüger

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